Habeck macht’s! Wirtschaftsminister will Kanzlerkandidat der Grünen werden
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Jetzt ist es so weit, jedenfalls in seinem wuscheligen Kopf!
Robert Habeck will der Kanzlerkandidat der Grünen Partei werden. Das gab der Wirtschaftsminister am Freitag in einem Social-Media-Video bekannt. Das Wort „Kanzler“ oder „Kanzlerkandidat“ nimmt Habeck dabei lange nicht in den Mund.
„Natürlich, ich kenne die Umfragen, ich weiß, dass die Ampel gescheitert ist, ich weiß, dass Vertrauen kaputtgegangen ist“, sagte Habeck, der sich nach eigener Aussage aus der Küche von Freunden meldete: „An Tischen wie diesen kommen Menschen zusammen, sitzen Millionen von ihnen, von euch morgens beim Kaffee, hören Radio, lesen Nachrichten in der Zeitung, schauen am Handy – ich auch.“
„ ... wenn Sie wollen auch als Kanzler“
Doch zwischen den Zeilen – in dem Wort Führung – ist sein Ziel versteckt, die Kanzlerschaft! Denn weiter sagt Habeck: „Ich weiß, einen Führungsanspruch muss man sich erarbeiten – ich will ihn mir erarbeiten.“ Und dann spricht er es aus: „Ich bin bereit, meine Erfahrung, meine Kraft und meine Verantwortung anzubieten – wenn Sie wollen auch als Kanzler. Aber das ist nicht meine, das ist Ihre Entscheidung – nur Sie können das entscheiden.“
Derzeit sieht es nicht danach aus, als würden die Bürger sich für einen Kanzler Habeck entscheiden wollen: Die Grünen stehen in Umfragen derzeit je nach Meinungsforschungsinstitut bei Werten zwischen 10 und 12 Prozent und damit sehr weit hinter der Union, die auf bis zu 36 Prozent kommt.
Doch auf den Bürger, den Menschen, die sich einbringen, beruhe die Demokratie, betonte Habeck: „Menschen machen den Unterschied. Das beste Programm einer Partei wird das nicht ändern. Eine Regierung, und sei sie die beste Welt, wird nicht alle Probleme lösen können. Sie kann am Ende nur Orientierung bieten, Leitplanken aufstellen und Impulse setzen. Aber es sind Sie, es seid ihr, die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, die unsere Demokratie tragen. Ich kandidiere als Bürger dieses Landes, der nicht hinnehmen mag, dass Schlechtreden und Populismus uns die Zukunftskraft rauben. Ich kandiere in dem Wissen, dass man Menschen davon überzeugen muss, dass sie einem vertrauen.“
Seine Kandidatur muss Habeck noch beim Bundesparteitag der Grünen am kommenden Wochenende in Wiesbaden bestätigen lassen.
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