Halbe Milliarde soll unter Klinik in Beirut lagern: Israels Militär verrät Hisbollah-Schatz-Versteck
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Es ist ein Volltreffer mit Worten: Israels Streitkräfte (IDF) haben in einer Videobotschaft Geheimdienstinformationen über das Finanzzentrum der Hisbollah-Terrorgruppe im Libanon freigegeben. Konkret berichtete Armeesprecher Daniel Hagari, dass sich unter der al-Sahel-Klinik im Süden Beiruts ein Bunker des am 27. September 2024 getöteten Ex-Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah befindet: „Nach unseren Schätzungen lagern in diesem Bunker mindestens eine halbe Milliarde Dollar an Dollarscheinen und Gold.“
Dazu der Hinweis: Man werde das Krankenhaus selbst nicht angreifen. Mit anderen Worten: Los, liebe Libanesen, holt euch den Schatz!

Armeesprecher Daniel Hagari
Hagari weiter: „Dieses Geld könnte und kann immer noch für den Wiederaufbau des Staates Libanon verwendet werden.“ Es soll aus einem schmutzigen Geld-Netzwerk stammen. Gold und Geld sollen eingeflogen und dann in die iranische Botschaft gebracht worden sein. Die beiden Haupteinnahmequellen der Terrorgruppe sind laut Hagari das libanesische Volk und das iranische Regime.
Geheimes Tunnel-System
Die israelischen Streitkräfte veröffentlichten auch ein animiertes Erklär-Video. Darin zu sehen: ein geheimes Tunnel-System, das drei Häuser in Beirut verbindet. Eines davon ist besagte Klinik, die anderen Gebäude werden demnach von den Terroristen als Zugänge zum Krankenhaus-Bunker genutzt.

Die drei verbundenen Gebäude

Die Tunnel unter den Gebäuden

Der Bunker unter der Klinik
Der Direktor des Krankenhauses, Fadi Alameh, bestritt die Vorwürfe. Die Klinik habe keinerlei Verbindungen zu politischen Parteien. Er kündigte im libanesischen Fernsehen an, das Krankenhaus vorsorglich evakuieren zu lassen. Außerdem rief er die libanesische Armee und die Behörden auf, das Gebäude zu durchsuchen.
Attacke auf das Finanzsystem der Hisbollah
Zuvor hatte Israel einen anderen Bunker getroffen, in dem die Hisbollah Dutzende Millionen Dollar versteckt haben soll. Die Meldungen passen zur neuen Strategie Israels, das Finanzsystem der Hisbollah zu zerstören. In kürzester Zeit wurden rund 300 Ziele der Miliz attackiert und 30 Ziele von Al-Kard Al-Hassan getroffen. Dabei handelt es sich um eine Finanzfirma, die Hisbollah-Aktivitäten verschleiern soll.

Dort vermutet die Armee den Schatz
Hintergrund: Ende September weitete Israel den Schwerpunkt seiner Militäroperationen auf den Libanon aus. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte schätzen, dass bei dem Konflikt etwa 2.000 Hisbollah-Aktivisten getötet wurden.
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Tim Thorer
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