Harald Leschs Nonsens: Klimaschutz soll jetzt wie Impfen sein
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Die Esoterik der Corona-Krise ist in der Klimawandel-Debatte angelangt! Die wohl größte Falschaussage der Covid-Pandemie war: „Wenn du dich schützt, schützt du auch deinen Nächsten“ – sie galt dem Impfstoff, der angeblich auch vor der Übertragung des Virus schützen sollte; was falsch war. Harald Lesch, der eigentlich Astrophysiker ist, aber bei ARD und ZDF als Universalgelehrter für quasi alles auftritt, überträgt dies nun auf den Klimawandel.
„Wer das Klima schützt, schützt nicht nur sich selbst, sondern alle“, sagte Lesch in einem Beitrag seiner ZDF-Sendung „Leschs Kosmos“.

Harald Lesch beim Monolog am Ende seiner Sendung
Dieselbe Erzählung von einer Art Klima-Solidarität, von einem Gemeinschafts-Klimaschutz, die vor allem an einer Stelle bricht: der Rolle Deutschlands in der Welt. Denn Deutschland gehört zu den wenigen Nationen, die ernsthaft und mit unfassbar viel Geld und Ungewissheiten versuchen, in den kommenden Jahrzehnten CO2-frei zu wirtschaften. Jedoch ist der Einfluss einer Nation, die weniger als zwei Prozent der weltweiten Treibhausgase emittiert, eher begrenzt.
▶︎ In Zahlen: Während Deutschland seine Emission seit 1990 um mehr als 40 Prozent reduziert hat, hat sich der weltweite CO2-Ausstoß fast verdoppelt. In den vergangene 30 Jahren hat sich sowohl die Zahl der Autos, als auch die der schmutzigen Kohlekraftwerke mehr als verdoppelt.
Hier vom magischen Einfluss des einzelnen Deutschen auf das Wohl des Restes der Welt zu sprechen, ist mindestens naiv, wenn nicht unseriös. Vor allem aber ist es – wie während der Coronakrise – der Versuch, das Handeln einzelner zu einem Akt der Solidarität zu verklären und das Nicht-Handeln freilich zu fehlender Solidarität, um somit einen sozialen Druck aufzubauen.
Beim Corona-Impfstoff gab es schlicht keinen Fremdschutz, beim Klimawandel ist der Einfluss des Einzelnen, ja sogar einzelnen Nationen wie Deutschland, derart gering, dass die Erzählung nicht stimmt.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnt seit Wochen vor nichts als Hitze.
Doch Leschs Beitrag hinkt an einer weiteren Stelle: Die Sendung beschäftigte sich mit den gesundheitlichen Problemen, die Hitze verursacht – passend zu den angekündigten Hitzeschutzplänen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verbreitete Lesch Angst: „Der Klimawandel ist da und er ist gefährlich – für uns alle. Der Klimawandel mit seiner Hitze kann uns alle direkt umbringen, das hätten wir nicht erwartet.“
Dass große Hitze gerade für ältere Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich sein kann, ist hinlänglich bekannt. Eine Studie des Robert-Koch-Institutes (RKI) zeigt jedoch, dass Hitzeereignisse zwar eine relevante Gesundheitsgefahr sind, jedoch ein leichter „Rückgang des Effekts von hohen Temperaturen auf die Mortalität“ zu beobachten sein.
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