Innenminister Dobrindt: „Die Asylzahlen gehen weiter runter“
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Die Zahl neuer Asylanträge und unerlaubter Einreisen nach Deutschland ist im ersten Quartal 2026 deutlich gesunken. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die der Bild vorliegen. Demnach wurden im März 6981 Asyl-Erstanträge registriert. Das sind 22 Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres. Im gesamten bisherigen Jahresverlauf stellten 21.617 Menschen erstmals einen Asylantrag. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 35.657, berichtet die Bild.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wertet die Entwicklung als Folge des eingeschlagenen Kurses in der Migrationspolitik. Er sagte der Bild: „Die Asylwende wirkt. Die Asylzahlen gehen weiter runter. Wir gehen unseren Weg von Kontrolle, Kurs und klarer Kante konsequent weiter.“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU)
Auch bei den unerlaubten Einreisen verzeichnet die Bundespolizei einen Rückgang. Von Januar bis März 2026 wurden an den deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen 12.147 Fälle festgestellt. Das ist der niedrigste Wert seit dem Corona-Jahr 2021. In den Jahren 2023 und 2024 waren im gleichen Zeitraum jeweils fast 20.000 unerlaubte Einreisen registriert worden.
Hintergrund sind die verschärften Grenzkontrollen, die seit dem 7. Mai 2025 gelten. Seitdem werden illegale Migranten auch dann zurückgewiesen, wenn sie ein Asylgesuch äußern. Laut Sicherheitsbehörden bewegt sich die illegale Migration derzeit „saisontypisch“ auf niedrigem Niveau. In einem internen Bericht heißt es dazu: „Saisontypisch bewegen sich die Feststellungen illegaler Migration an den deutschen Grenzen derzeit auf einem niedrigen Niveau.“ Als Ursachen nennen die Behörden neben der Jahreszeit vor allem „nachhaltig reduzierte Migrationsbewegungen“ aus den „Hauptherkunftsländern Afghanistan, Syrien, Türkei“. Zudem würden Migranten inzwischen verstärkt andere „Zielländer“ wie Frankreich, Großbritannien oder skandinavische Staaten ansteuern.
Seit der Verschärfung der Grenzkontrollen vor knapp elf Monaten wurden nach Behördenangaben 43.432 unerlaubte Einreisen festgestellt. 31.725 Menschen wurden unmittelbar zurückgewiesen. Das entspricht fast drei Vierteln aller erfassten Fälle. In 278 Fällen durften besonders schutzbedürftige Personen wie Kinder, Kranke oder Alte dennoch einreisen.
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