Junge, Mädchen, Trans-Kind: Regierung will, dass Grundschüler nicht mehr an Geschlechter glauben
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Es gibt nur zwei biologische Geschlechter. Wer sich öffentlich so äußert oder auf dem biologischen Unterschied zwischen Mann und Frau beharrt, kann sich schnell mit Anfeindungen von woken Aktivisten konfrontiert sehen oder wird im Netz als „transphob“ oder „rechts“ beschimpft.
Jetzt hat dieser fragwürdige Aktivismus auch die Schulen erreicht: Um intergeschlechtliche und transgeschlechtliche Kinder nicht zu diskriminieren, empfiehlt die Bundesregierung Unterrichtsmaterialien, in denen Grundschulkinder ihr Geschlecht infrage stellen sollen.
Konkret geht es um den Band „Alles divers! Sexualkunde und Demokratieerziehung“, der Kindern ab dem Grundschulalter in den Fächern Deutsch, Sachkunde, Religion und Biologie sowie in der Förderschule „Vielfalt in Bezug auf Geschlecht, Geschlechterrollen, Kultur und Familie“ näherbringen will. Das Werk der Autorinnen Ursula Rosen und Ingeborg Rosen wird auf dem „Regenbogenportal“, einer Aufklärungsseite des Familienministeriums, als besonders inklusives Unterrichtsmaterial empfohlen.

„Alles Divers“: von der Bundesregierung als Lehrstoff empfohlen
Dabei geht es in dem Schulstoff vor allem um eines: der Leugnung der biologischen Zweigeschlechtlichkeit. Das Ziel: Ein „inklusiver Schulunterricht“, in dem „Inter*Kinder“ nicht mehr von anderen Kindern oder Lehrkräften diskriminiert werden, die „in einer heteronormativen und binär denkenden Gesellschaft sozialisiert wurden“.
Intersexualität, ein drittes Geschlecht?
So sollen die Kinder immer wieder geschlechtsneutrale Namen, Kleidung und Hobbys für „Inter*Kinder“ heraussuchen. „Inter*Kinder“, so wird es in den Materialien erklärt, hätten „Geschlechtsmerkmale von Jungen und Mädchen“ und entsprächen einem „dritten Geschlecht“.
Deswegen trage etwa das „Inter*Kind Jill“ einen „lila Pulli mit einem grünen Frosch“, während das „Inter*Kind Kim“ zwar gerne Oberteile näht (wie ein Mädchen), aber gleichzeitig „jeden Nachmittag mit Freunden Fußball spielt“ (wie ein Junge). Und auch das Inter*Kind „Loris“ trägt gerne Kleider, obwohl es gerne Fußball spielt und sagt: „Ich bin ein Junge-Mädchen!“ Immer wieder heißt es in den Materialien: „Inter*Kinder haben Geschlechtsmerkmale von Jungen und Mädchen“, etwa einen „Vagina-Penis“.

Auf der einen Seite fordern die Autoren, dass man Geschlechterstereotype durchbricht. Auf der anderen Seite werden sie perpetuiert.
Das ist völliger Nonsens. Denn bei Intersexualität handelt es sich nicht um ein drittes Geschlecht, sondern um einen Gendefekt, der zu einer anomalen Entwicklung des Embryos im Mutterleib führt. Insgesamt gibt es über 40 Variationen von Intersexualität, von denen äußerst selten Kinder geboren werden, deren Geschlechtsteile sowohl männlich als auch weiblich sind.
Vielmehr lassen sich die betroffenen Kinder in der Mehrzahl der Fälle sehr wohl in weiblich und männlich einteilen und erfahren wegen des Gendefektes immenses Leid: Mädchen und Jungen kommen häufig mit verkümmerten oder unterentwickelten Sexualorganen auf die Welt. Die fehlenden Hormone können die körperliche und mentale Entwicklung der Kinder, wie Sprachentwicklung, Intelligenz und Körperbau, stark beeinträchtigen. Gewisse Formen der Intersexualität können in den ersten Lebensjahren sogar tödlich enden.
Kurz: Um den Grundschulkindern beizubringen, dass sie intersexuelle Personen, deren Zahl sich in Deutschland gegen 0 Prozent beschränkt, nicht aus der Gesellschaft ausschließen sollen, werden sie pädagogisch gezielt aufgefordert, eine sehr seltene und ernsthafte Behinderung als ein völlig normales drittes Geschlecht zu akzeptieren.
Lernziel für Grundschulkinder: „die geschlechtliche Vielfalt beim Menschen als natürliche Gegebenheit“
Doch den Kindern werden nicht nur Falschinformationen über Intersexualität vermittelt. Ihnen werden auch längst überholte Klischees (Mädchen spielen nur mit Puppen, Jungs nur mit dem Baukasten) aufgedrückt. So sollen sie in einer Übung andere Kinder aufgrund äußerlicher Merkmale, wie etwa lange oder kurze Haare, Rock oder Hose, in die Kategorien „Mädchen“, „Junge“ oder „Inter*Kind“ einordnen.
In einer anderen Übung sollen die Kinder eine Tabelle ausfüllen, mit der sie Kinder nach „Geschlechtsorgan“, „gefühltem Geschlecht“ und „Geschlechtsausdruck“ in dieselben Kategorien pressen.

Grundschulkinder sollen hier die Genitalien von „Inter*Kindern“ zuordnen.
In einem anderen Arbeitsblatt sollen die Kinder „Mädchen“, „Jungen“ und „Inter*Kindern“ Geschlechtsorgane wie „Klitoris und Vulva“, „Penis und Hodensack“ und „Penis und Vulva“ zuordnen.

„Inter*Kind und Trans*Kind“: Hier werden Grundschulkindern biologische und psychische Anomalien als drittes Geschlecht verkauft.
Mit allen Mitteln wird in den Materialien die biologische Zweigeschlechtlichkeit geleugnet. So dient ein ganzer Unterrichtsblock dazu, Tiere – wie Clownfische, Lippfische oder Schnecken – mit Menschen zu vergleichen, obwohl die dort beschriebenen Phänomene des Hermaphroditismus oder des natürlichen Geschlechtswechsels beim Menschen nicht vorkommen. Das Interesse der Kinder für Tiere, so heißt es dort, könne man hier dazu nutzen, ihnen „die geschlechtliche Vielfalt beim Menschen als natürliche Gegebenheit“ näherzubringen.
Im selben Atemzug sollen die Lehrer, so liest man weiter, die Kinder darauf hinweisen, dass „Penis, Klitoris, Vulvalippen und Hodensack“ in ihrer „Größe und Form nicht genormt“ seien.
Ein paar Seiten später sollen die Kinder erklären, wieso „Inter*Kinder eine sehr große Klitoris und einen ganz kleinen Penis haben“. Das ist nicht nur inhaltlich falsch. Vielmehr stellt sich die Frage, welches Interesse die Autoren dieses Bandes verfolgen, wenn sie Grundschulkinder mit derartigen Fragen konfrontieren.
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