Diese Formulierung leitete das Ende der Ampel-Koalition ein: Klingbeil nennt Regierungsarbeit „offene Feldschlacht“
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„Offene Feldschlacht“: Diese Formulierung in einem Strategiepapier der FDP löste 2024 große Empörung aus und leitete das Ende der Ampelkoalition ein. Auch der SPD-Parteivorsitzende Lars Klingbeil ereiferte sich damals über die martialische Wortwahl. Nun hat er in einem Gespräch mit der Zeit selbst die Formulierung genutzt – um kontroverse Diskussionen zwischen den Koalitionspartnern, sprich Regierungsarbeit, zu beschreiben.
Wörtlich sagte Klingbeil: „Heute wird ja alles gleich zu einem Riesenstreit raufgejazzt. Ich sage das auch selbstkritisch und ich will das gar nicht schönreden, weil ich mir Regieren auch anders vorstelle und auch glaube, wenn wir darüber reden, wie wir populistische Kräfte wieder kleinkriegen, wie wir meine Partei wieder stark kriegen: Das wird nicht funktionieren, wenn wir jeden Tag in einer offenen Feldschlacht sind. Aber manchmal muss man auch sagen, gehören politische Debatten dazu.“
FDP erntete scharfe Kritik für Formulierung
Brisant: Auch das jähe Ende der Ampel-Koalition (SPD, Grüne, FDP) unter Kanzler Olaf Scholz, die im November 2024 auseinanderbrach, wurde mit eben jener Formulierung eingeleitet! Die FDP verwendete die Worte „offene Feldschlacht“ in einem internen Strategiepapier, das den geplanten Ausstieg aus der Koalition detailliert beschreibt. Die Schlacht wurde als Teil einer „Ablaufpyramide“ für den „D-Day“ (den Tag des Bruchs) beschrieben, in der der nachfolgende Wahlkampf als letzte Phase mit dieser martialischen Bezeichnung markiert wurde.
SPD-Chef Lars Klingbeil twitterte damals: „Die FDP organisiert eine ‚Feldschlacht‘ gegen eine Regierung, der man selbst angehört. Es ist gut, dass langsam alles herauskommt und die Bürger sich ein Bild machen können.“
Nach dem Rauswurf von Finanzminister Christian Lindner am 6. November 2024 zerbrach die Koalition endgültig; bei den vorgezogenen Bundestagswahlen im Februar 2025 scheiterte die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde.
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