Scheidender Ministerpräsident Kretschmann gibt bei Lanz Atom-Fehler zu
Ein Beitrag von
Mitten in der Energiekrise hat Deutschland die letzten Atomkraftwerke vom Netz genommen. Baden-Württembergs scheidender Regierungschef Winfried Kretschmann räumt in der Talkshow „Markus Lanz“ ein, dass man die Meiler noch ein paar Jahre hätte laufen lassen sollen.
Am Dienstagabend wurde Kretschmann, Deutschlands erster und bis zum Amtsantritt seines Parteikollegen Cem Özdemir einziger grüner Ministerpräsident, vom Moderator auf die Energiekrise angesprochen. Markus Lanz wollte von Kretschmann wissen, ob es ein Fehler gewesen sei, die Atomkraftwerke so schnell abzuschalten.
Der Grüne verneinte dies zunächst, räumte dann aber doch selbstkritisch ein: „Wir hätten überlegen können, ob man die bestehenden nicht noch mal auf Jahre hin länger laufen lässt. Das hätte man machen können.“ Ob man das nicht sogar hätte machen müssen, wollte der Moderator von dem 77-Jährigen wissen. Darauf Kretschmann, dessen Partei jahrzehntelang auf den Ausstieg aus der Kernkraft hingewirkt hat: „Ja. Hätte man aus heutiger Sicht auch machen müssen.“

Heute will Cem Özdemir die Nachfolge von Winfried Kretschmann antreten als Ministerpräsident antreten.
Für den anhaltenden Streit in der Koalition hat Kretschmann kein Verständnis: Differenzen müssten hinter verschlossenen Türen geklärt werden, so wie es liefe, sei das „schlechtes Handwerk“. Der Grüne: „Jetzt dachten alle, wie schlimm die Ampel ist, und jetzt sieht man: Es geht grad so weiter. Und wenn dann schon in der Koalition eine Ministerin dem anderen offen widerspricht: So kann man einfach nicht arbeiten!“
Lobende Worte fand der scheidende Ministerpräsident, der 15 Jahre im Amt war, für die Außenpolitik des Bundeskanzlers und pflichtete diesem auch in der Einschätzung bei, die Deutschen könnten mehr arbeiten. Die eigene Arbeit schätzte Kretschmann positiv ein, auch wenn er froh sei, dass es jetzt vorbei sei und er den Wecker nicht mehr auf 6:30 Uhr stellen müsse. Seine harte Linie in der Corona-Zeit verteidigte der Grüne, der sich auch vehement für die Impfpflicht ausgesprochen hatte. Er müsse sich für nichts entschuldigen: „In der damaligen Situation habe ich richtig gehandelt, hinterher ist man aber immer schlauer.“
Mehr lesen: Spahn will Reaktivierung deutscher Atomkraftwerke prüfen lassen
Haben Sie einen Hinweis zu diesem Thema? Hier können Sie uns schreiben.
Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
Mehr NIUS:
Staat förderte Organisationen, die gegen AfD-Parteitag protestieren, mit mindestens 300 Millionen Euro
Schneiders E-Auto-Förder-Desaster: 74 Prozent des Steuergelds fließen nach China, Japan Frankreich & Co.
Beamten-Dienst am Strand und Mallorca-Ministerien, aber konkrete Zahlen werden auf Anfrage lieber nicht genannt
Verfassungsschutzbericht: +++ Mehr Extremisten +++ Warnung vor „gewaltbereitem Linksextremismus” +++ AfD soll „wegregiert” werden+++
Der große E-Auto-Förder-Missbrauch! Porsche, Tesla, BMW: Die niedrigsten Einkommen bestellen die teuersten Autos
Die neuen Zensur-Behörden: Medienanstalten ließen 2025 rund 4.000 Posts löschen
Floristik: Kosten für Blumen haben sich in der Bundesregierung in den letzten Jahren verdreifacht
Erstmals mehr als eine Million Menschen mit mindestens einem abgelehnten Asylantrag in Deutschland
Mehr NIUS:
Verfassungsschutzbericht: +++ Mehr Extremisten +++ Warnung vor „gewaltbereitem Linksextremismus” +++ AfD soll „wegregiert” werden+++
Der große E-Auto-Förder-Missbrauch! Porsche, Tesla, BMW: Die niedrigsten Einkommen bestellen die teuersten Autos
Die neuen Zensur-Behörden: Medienanstalten ließen 2025 rund 4.000 Posts löschen
Floristik: Kosten für Blumen haben sich in der Bundesregierung in den letzten Jahren verdreifacht
Erstmals mehr als eine Million Menschen mit mindestens einem abgelehnten Asylantrag in Deutschland
Austritte, Abrechnung, Aufstand – der Mittelstand wendet sich gegen die Union
Ministerium fürchtet politische Mobilisierung: Bundesregierung erklärt HateAid-Fernandes-Komplex zur Verschlusssache
Parteispitzen treffen sich im Kanzleramt für Steuer-Verhandlungen
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare