Kuschel-Kurs mit Aktivisten: Letzte Generation infiltriert Politik und Medien
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- Die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ führt intensive Gespräche mit Politikern, Medien und Polizei.
- Interne Protokolle belegen strategische Absprachen und Zusagen von Abgeordneten und Journalisten.
- Ungeachtet der Untersuchungen gegen die Gruppe wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung bleibt der Dialog bestehen.
Die Klimaaktivistengruppe „Letzte Generation“ führt hinter den Kulissen intensive Gespräche mit Bundes- und Landespolitikern sowie Journalisten. Das berichtet die Welt in einer Analyse von Dokumenten, die dem Blatt vorliegen. Dabei folgen die Aktivisten einer klar umrissenen Strategie: Sie suchen den Dialog mit Hinterbänklern, um Druck auf die Fraktionsspitzen und Regierung zu erzeugen.
Dabei stehen vor allem die Grünen und die SPD im Fokus der Gruppe. Ihr Ziel: die Durchsetzung von Maßnahmen wie Tempolimits, günstigere Nahverkehrstickets und die Einrichtung eines Klimaschutzrates.

Die gängigste Protestform der Aktivisten ist es, sich auf der Straße festzukleben oder zu betonieren, und Autos auf diese Weise an der Weiterfahrt zu hindern.
So hat die Aktivisten-Gruppe, gegen die wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt wird, seit vergangenem Jahr mindestens 22 Bundestagsabgeordnete von SPD, Grünen, FDP und Linken getroffen. Auch auf Landesebene sowie auf kommunaler Ebene fanden Gespräche statt.
Zusagen und Verbindungen: Die Politik und die „Letzte Generation“
Laut internen Protokollen der „Letzten Generation“ bekamen die Aktivisten Zusagen von verschiedenen Bundes-Politikern. Katharina Beck (Grüne) wollte die Gruppe regelmäßig über gesetzgeberische Entwicklungen informieren. Mehrere Abgeordnete boten an, den Kontakt zu weiteren Politikern herzustellen und luden die Aktivisten zu Veranstaltungen ihrer Partei ein.

Die Aktivisten sind davon überzeugt, dass bereits eine Erhöhung der Durschnittstemperatur um wenige Grad ein Überleben auf der Erde unmöglich wird.
Andere Politiker, darunter der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD), boten Unterstützung an und blieben in Kontakt mit den Aktivisten.

Der Journalist Tilo Jung soll den Aktivisten beim Entwickeln von Slogans geholfen haben.
Aber nicht nur in der politischen Landschaft scheinen die Aktivisten Verbindungen geknüpft zu haben. Auch in der Medienbranche treffen sie auf offene Ohren. So traf sich etwa der bekannte Journalist Tilo Jung, bekannt durch sein Format „Jung und Naiv“, mit einem Aktivisten der „Letzte Generation“.
Bemerkenswert: Sie entwickelten gemeinsam neue Slogans für die Proteste der Gruppe, beispielsweise „Euer Wachstum tötet uns“ und „Schluss mit eurem Wachstumsterror“. Beide Seiten schienen sich einig: Der „Wachstumszwang“, „die Reichen“ und der „Kapitalismus“ seien schuld am Klimawandel.
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