Letzte Prognosen für Bayern- und Hessenwahl: Regierungen werden wohl bestätigt
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Von wegen Wechselstimmung!
Eine Woche vor der Bayernwahl liegt die CSU mit 37 Prozent klar vorn und könnte damit ihre Regierung mit den Freien Wählern fortsetzen. Spannend ist der Kampf um Platz 2. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey.
So kommt die AfD auf 14 Prozent. Die Grünen liegen nach der Umfrage auf 15 Prozent, genauso wie die Freien Wähler. Damit wird immer deutlicher, dass die Kampagne um Hubert Aiwanger seiner Partei eher geholfen als geschadet hat.

Wechselstimmung sieht anders aus.
Die SPD könnte kommende Woche ein Debakel erleben, wenn sie mit 9 Prozent im einstelligen Bereich bleibt. Und die FDP? Laut Civey wird sich die bayerische Blamage von 2013 wiederholen. Denn wären heute Wahlen, kämen die Liberalen auf lediglich 4 Prozent und würden aus dem Landtag fliegen. Mit nur 1 Prozent spielen die Linken im Freistaat keine Rolle.
In Hessen läuft es ebenfalls gut für den Amtsinhaber. Laut der letzten Umfrage von Civey kommt die CDU von Ministerpräsident Boris Rhein auf 31 Prozent. Sein Koalitionspartner, die Grünen, steht bei 18 Prozent. Die AfD kommt auf 15 Prozent.
Richtig bitter könnte es für die Spitzenkandidatin der SPD, Nancy Faeser, kommen. Laut der Prognose kommen die Sozialdemokraten auf nur noch 16 Prozent. Dies wäre für die Hessen-SPD das schlechteste Ergebnis aller Zeiten. Die zahllosen Skandale der Bundesinnenministerin wirken sich auch auf die Gunst der Wähler aus.

Auch in Hessen bahnt sich kein Regierungswechsel an.
Im Gegensatz zur Umfrage in Bayern liegt die FDP mit 6 Prozent oberhalb der 5 Prozenthürde und würde erneut in den Landtag einziehen. Zittern muss dagegen die Linke, die auf 4 Prozent kommt. Besonders pikant: Sollte die Partei künftig nicht mehr im hessischen Landtag vertreten sein, würde die Linke ihre letzte Landtagsfraktion in einem westdeutschen Flächenland verlieren.
Fazit: In Bayern und in Hessen dürften die Regierungskoalitionen von den Wählern bestätigt werden. Während die FDP in Bayern um den Einzug ins Parlament bangen muss, müssen am kommenden Sonntag die Linken in Hessen zittern. Für die SPD um Nancy Faeser bahnt sich dagegen ein historisches Wahldebakel an.
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Julian M. Plutz
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