Linnemann kritisiert Merz: AfD-Klausur war „strategisch nicht richtig“
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CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann kritisiert Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz auf offener Bühne – die sogenannte „Brandmauer“-Klausur, die die CDU am vergangenen Wochenende in Berlin-Grunewald abgehalten hatte, hält Linnemann rückblickend für falsch.
Die Präsidiumsdiskussion über den Umgang mit der AfD sei „strategisch nicht richtig“ gewesen, sagte Linnemann bei einem Social-Media-Event der CDU in Berlin.
Wörtlich sagte Linnemann: „Ich möchte nicht über die AfD sprechen. Ich möchte darüber sprechen, was wir für gute Politik machen können.“ Viel wichtiger sei es für die CDU, „ins Machen“ zu kommen und bis Weihnachten – auch mithilfe weiterer Koalitionsausschüsse – reale politische Entscheidungen zu realisieren.

Carsten Linnemann hatte einen Platz im Kabinett Merz als Wirtschaftsminister abgelehnt.
Diese Merz-Kritik ist so brisant, weil Merz in einem Interview höchstselbst die „Brandmauer“-Klausur angekündigt und damit hohe Erwartungen geweckt hatte.
Bei der Pressekonferenz nach der Klausur musste Merz dann allerdings konstatieren, dass „gar nix“ entschieden worden sei; man habe lediglich die bisherige Haltung und die sogenannte „Brandmauer“ bekräftigt und wolle nun die inhaltlichen Unterschiede besser herausarbeiten.
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Julius Böhm
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