Merz kontert Wüst-Sticheleien: NRW-Regierung fast so unbeliebt wie die Ampel
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Es sind noch mehr als zwei Jahre bis zur Bundestagswahl. Doch die CDU-Alphatiere kabbeln sich jetzt schon öffentlich darum, wer die Union als Spitzenkandidat ins Feld führen darf!
Friedrich Merz (CDU) wurde am Sonntagabend im ZDF mit den möglichen Kanzlerambitionen von Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von NRW, konfrontiert. Merz trockener Konter: „Wenn wir heute in Nordrhein-Westfalen Landtagswahlen hätten, wäre die AfD fast so stark wie im Bund.“
Rumms! Die Attacke hat ein nun schon mehrere Tage andauerndes Vorspiel. Nach einem viel diskutierten Gastbeitrag in der FAZ, der die Union zu einer möglichen Zusammenarbeit mit den Grünen auch auf Bundesebene öffnete, legte NRW-Wüst nach. Die Frage nach seinen eigenen Ambitionen beantwortete er in der Rheinischen Post wie folgt: „Meine Aufgaben liegen aktuell in Nordrhein-Westfalen.“ Die Betonung dürfte da auf „aktuell“ gelegen haben …
Wüst gilt intern als Anhänger des Merkel-Lagers, das den Kurs von Parteichef Friedrich Merz kritisch beäugt. Merz hätte als Oppositions- und CDU-Chef das natürliche Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur, betonen viele in der Partei. Nach einer Rede von Wüst auf dem kleinen Parteitag am Wochenende klatschte Merz demonstrativ nur für einen kurzen Moment. Hauptthema dort sowie medial: Wie kann es sein, dass die Union nicht von der schwachen Ampel profitiert, dafür die AfD aber einen Umfrage-Rekord nach den anderen verkünden kann?!
Eine Entscheidung über die K-Frage soll erst im Spätsommer 2024 fliegen, die Parte darf sich aber schon heute die Frage gefallen lassen: hat denn die Union nichts aus der Kandidaten-Schlacht zwischen Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) gelernt?!
Im Vorfeld der Wahl 2021 zerfleischten sich Söder und Laschet öffentlich, das Ende ist bekannt: Die Union verlor das Kanzleramt, Olaf Scholz (SPD) schmiedete mit Grünen und FDP die Ampel.
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