Messer-Kriminalität an Bahnhöfen explodiert: Bundespolizeigewerkschaft fordert Elektro-Taser!
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Die Messer-Kriminalität an Bahnhöfen explodiert!
Die Bundespolizei zählte 2023 erschreckende 32 Prozent mehr Vorfälle als im Vorjahr und beinahe doppelt so viele Messer-Angriffe wie im Vor-Corona-Jahr 2019 (NIUS berichtete). Der Bundespolizeigewerkschafter Manuel Ostermann ist alarmiert und fordert die Umsetzung von drei Sofort-Maßnahmen, um Bahnhöfe sicherer zu machen – und die Beamten der Bundespolizei auf Messer-Angriffe besser vorzubereiten:
▶︎ Taser-Einsatz: „Der flächendeckende Einsatz von Distanz-Elektro-Impulsgerät – im Volksmund Taser – wäre eine absolut zielführende Maßnahme“, so Ostermann. Der Polizei-Gewerkschafter erklärt: „Mit dem Taser lässt sich ein Messer-Angreifer grds. auf mittlere Distanz handlungsfähig machen und festnehmen, ohne die Kollegen oder Dritte zu gefährden – und auch ohne, dass ein potenziell lebensgefährlicher Schusswaffengebrauch notwendig wird.“
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▶︎ Teilautomatisierte Video-Analyse: Weiterhin fordert Ostermann den Einsatz von Kamerasystemen, die teilweise automatisiert ungewöhnliche Situationen erkennen. Ostermann zu NIUS: „Moderne, teilautomatisierte Analyse-Systeme erkennen, wenn etwas Ungewöhnliches passiert, etwa wenn jemand einen Ohnmachtsanfall hat oder eine Rangelei entsteht – so werden die Einsatz- oder Rettungskräfte sofort alarmiert und können eingreifen oder helfen.“ Das würde nicht jede Straftat verhindern, aber ein schnelles Eingreifen und eine hohe Erfolgsquote bei der Strafverfolgung ermöglichen, so Ostermann.

Die Bundespolizeigewerkschaft will teil-automatisierte Kamerasysteme an Bahnhöfen einsetzen.
Datenschutz-Probleme sieht Ostermann nicht. Solche Kamera-Systeme würden zunächst mit anonymisierten Avataren arbeiten, erklärt er weiter. „Erst wenn eine Strafverfolgung eingeleitet wird und die Bilder zur Hilfe genommen werden, werden echte Personen sichtbar – es müsste also niemand um seine Privatsphäre fürchten.“
▶︎ Waffenverbotszonen an den Gewalt-Hotspots: Die Bundespolizeigewerkschaft fordert, dass in und rund um die Hotspot-Bahnhöfe mit der meisten Kriminalität sogenannte Allgemeinverfügungen erlassen werden, damit diese als „Waffenverbotszonen“ erklärt werden. Ostermann erklärt: „In und auch um die Bahnhöfe herum, damit auch die Landespolizeien, die ja außerhalb der Gebäude meist zuständig sind, entsprechend eingreifen, kontrollieren und verbotene Gegenstände wie Messer sicherstellen können.“
Mittelfristig seien aber vor allem mehr Beamte an den Bahnhöfen nötig, so Ostermann: „Wir brauchen die 3000 Planstellen im bahnpolizeilichen Bereich, die schon unter Innenminister Horst Seehofer beabsichtigt worden sind - mit der Haushaltslage der aktuellen Regierung ist dieses Vorhaben natürlich weiter ins Hintertreffen geraten. Die Sicherheit der Bürger ist jedoch oberstes Gebot und darf nicht an fehlender Priorität bei den Haushaltsmitteln scheitern.“
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Julius Böhm
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