Migrations-Klartext von Wolfgang Bosbach: 99 Prozent haben ein Smartphone, aber kaum einer einen Pass
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Wer kommt da eigentlich zu uns?!
Wolfgang Bosbach (71), CDU-Urgestein und Politik-Rentner, schaltet sich in die Migrations-Debatte ein. Mit Blick auf die Menschen, die Deutschland erreichen und einen Asylantrag stellen, sagt er: „99,9 Prozent haben ein Smartphone, aber kaum einer hat einen Pass.“ Der Grund für diesen Umstand liegt für Bosbach auf der Hand: „Wenn ich nicht die Identität kenne, nicht die Nationalität kenne, ist eine Rückführung von abgelehnten Bewerbern sehr schwer.“ Heißt im Klartext: Wer seinen Pass verliert, erhöht in Bosbachs Augen die Chancen, erst mal in Deutschland zu bleiben. Umso wichtiger seien stationäre Grenzkontrollen.
Bosbach attackiert die Bundesregierung scharf: Die Ampel würde dauernd auf die EU verweisen und selbst nichts unternehmen, er habe nicht das Gefühl, dass überhaupt ein Interesse daran besteht, die Probleme zu lösen: „Gar nichts tun und auf Brüssel warten – das ist kein Programm, das ist Hilflosigkeit.“

Bosbach im Gespräch mit NIUS-Politik-Chef Ralf Schuler
Und selbst wenn Europa es schaffen würde, die Migranten auf dem Kontinent zu verteilen, glaubt Bosbach nicht, dass das einen nachhaltigen Effekt hätte: „Selbst wenn wir die Flüchtlinge verteilen könnten, wenn Flüchtlinge da sind, wo sie gar nicht hin möchten und die Länder sie auch gar nicht freudig empfangen. Ich behaupte, wer es von Afghanistan oder Syrien nach Bulgarien oder Lettland geschafft hat, der schafft es auch von dort nach Deutschland, Frankreich oder Niederlande. Wie wollen wir denn bei Abschaffung von Grenzkontrollen die Menschen aufhalten? Ich kann das sogar menschlich verstehen, dass diejenigen, die auf dem Weg sind, gerne dorthin möchten, wo der Wohlstand hoch ist. Ich kann das verstehen.“
Das ganze Gespräch finden Sie hier:
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Ralf Schuler
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