Mutmaßliche Anschlagsdrohung: Anti-Terror-Spezialisten waren bei Alice Weidel im Einsatz
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Weitere Details zur mutmaßlichen Anschlagsdrohung auf die AfD-Bundessprecherin Alice Weidel in der Schweiz: Bislang war bekannt, dass es am 23. September zu einem Polizeieinsatz gekommen war. Entsprechendes hatte die Kantonspolizei Schwyz auch gegenüber NIUS bestätigt. Laut dem Schweizer TV-Sender TeleZüri soll dieser Einsatz von einer Sonderkommission durchgeführt worden sein.
Die Sondereinheit „Luchs“ der Schweizer Polizei kommt nur bei besonders brisanten Polizeieinsätzen zum Zuge. Demnach soll es im Ort auch zu umfassenden Kontrollen von Autos an „neuralgischen Punkten“ gekommen sein. Polizisten hätten alles, was auffällig aussah, beobachtet und durchsucht. Ein Sprecher von Alice Weidel bestätigte gegenüber NIUS, dass eine Sondereinheit zum Einsatz kam. Die Kantonspolizei Schwyz wollte weiterhin keine Auskunft zum Einsatz machen.
Die Interventionseinheit „Luchs“ der Schweizer Polizei entstand 1986 aus den Anti-Terror-Spezialisten der Zentralschweizer Polizeikorps. Die Einheit kommt zum Einsatz, wenn ein hoher Gefährdungsgrad an Leib und Leben besteht. Bei der Staatsanwaltschaft Kanton Schwyz wird jedoch bislang noch kein Verfahren geführt, wie ein Sprecher NIUS mitteilte.
Weidel wurde an einen sicheren Ort verbracht
Im Bezirk Einsiedeln im Kanton Schwyz hat Alice Weidel ihren Zweitwohnsitz. Ihre Partnerin lebt dort gemeinsam mit ihren zwei Kindern. Was oder wer genau den Polizeieinsatz ausgelöst hat, ist weiterhin unklar.
Am vorletzten Wochenende habe es eine konkrete Anschlagsdrohung gegeben, erklärte ein Sprecher von Alice Weidel gegenüber NIUS. Die AfD-Bundessprecherin sei gemeinsam mit ihrer Familie in der Schweiz gewesen. Die Schweizer Polizei hätte nach Hinweisen auf einen möglicherweise bevorstehenden Anschlag die Familie an einen sicheren Ort verbracht. Weidel und ihre Partnerin sowie die zwei kleinen Kinder hätten sichtbar unter Schock gestanden. Anschließend nahm die AfD-Bundessprecherin an der Sitzungswoche im Bundestag teil.
Am vergangenen Sonntag flog sie schließlich mit ihrer Familie nach Mallorca. „Unter dem nachwirkenden Eindruck, den die emotional belastende und aufwühlende Evakuierung durch die Polizei vor allem bei ihren Kindern hinterlassen hat, entschloss sich Frau Weidel, mit ihrer Familie im Anschluss an die Sitzungswoche nach Mallorca zu fliegen, um gemeinsam Abstand von den Ereignissen zu gewinnen“, hieß es in einer Presseerklärung der AfD am Freitag.
Nicht nur Alice Weidel, auch Parteikollege Tino Chrupalla steht derzeit im Fokus polizeitlicher Ermittlungen. Auf ihn soll ein Angriff erfolgt sein.
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Björn Harms
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