Nach Rechtsruck in Frankreich: Macron warnt vor „Bürgerkrieg"
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Fünf Tage vor den vorgezogenen Parlamentsneuwahlen am 30. Juni liegen in Frankreich die Nerven blank. Präsident Emmanuel Macron warnte jetzt erneut vor den Parteien am rechten und linken Rand – die politischen Programme des rechtsnationalen Rassemblement National (RN) und der Linkspartei La France Insoumise (LFI) könnten zu einem „Bürgerkrieg“ führen.
Hat er zu hoch gepokert? Nachdem Emmanuel Macron als Reaktion auf die Niederlage seiner liberalen Kräfte bei der Europawahl und dem haushohen Sieg der Rechtsnationalen von Marine Le Pen die Nationalversammlung aufgelöst und Neuwahlen der französischen Parlamentskammer in zwei Durchgängen für den 30. Juni und den 7. Juli ausgerufen hat, wird der französische Präsident offenbar langsam nervös.

Marine Le Pen
Macrons Partei nur noch auf Platz 3
Im Podcast „Generation Do It Yourself“, der Montagabend veröffentlicht wurde, erklärte Macron, dass die extreme Rechte die Gesellschaft bei Fragen der Sicherheit spalte, indem sie die Menschen entweder auf eine Religion oder auf eine Herkunft verweise. Damit würde das rechtsnationale Rassemblement National (RN) einen möglichen Bürgerkrieg befeuern. Die Linkspartei La France Insoumise schlage dagegen „eine Form des Kommunitarismus“ vor. Das könnte laut Macron ebenfalls einen Bürgerkrieg zur Folge haben. In aktuellen Umfragen führt das RN vor dem linken Lager, zu, dem auch LFI gehört. Macrons Partei liegt abgeschlagen auf dem dritten Platz.
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