Nach Rücktritt von Lang & Nouripour: Vorstand der Grünen Jugend will am Donnerstag aus Partei austreten
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Nachdem am Mittwoch die beiden Vorsitzenden der Grünen, Ricarda Lang und Omid Nouripour, zurückgetreten sind, will am Donnerstag der Vorstand der Grünen Jugend aus der Partei austreten. Mit den Bundessprecherinnen Svenja Appuhn und Katharina Stolla umfasst der Bundesvorstand zehn Mitglieder.
Die stellvertretende Chefredakteurin von Table.Briefings, Helene Bubrowski, veröffentlichte auf X eine Erklärung der Grünen Jugend an Parteivorstand und Bundestagsfraktion, die dem Medium exklusiv vorliegt. Der Vorwurf der Nachwuchs-Politiker: Die Partei habe nicht links genug agiert.
Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Ihr alle habt gemerkt, dass sich die Konflikte zwischen grüner Partei und Grüne Jugend in den letzten Jahren immer weiter zugespitzt haben. Sei es bei der Debatte um das 100-Mrd-Euro Sondervermögen für die Bundeswehr, bei der Auseinandersetzung rund um Lützerath, bei den Asylrechtsverschärfungen oder den Haushalten. In allen Fällen haben wir parteiintern versucht, Entwicklungen aufzuhalten, die wir für falsch gehalten haben – und konnten uns damit nicht durchsetzen. Wir können das akzeptieren, so ist das mit innerparteilicher Demokratie. Als Grüne Jugend haben wir uns dadurch – aber auch in Ermangelung einer hörbaren linken Opposition im Bundestag – zunehmend in der Rolle einer öffentlichen linken Opposition gesehen.“
Man habe die Entscheidung, die Partei zu verlassen, jedoch „bereits vor der Bekanntgabe des Rücktritts des Parteivorstands getroffen“, schreiben die Nachwuchs-Politiker.
Brisant: Während acht Mitglieder des Grünen-Vorstands einzeln beim Namen genannt werden, richtet sich die Erklärung namentlich weder an Außenministerin Annalena Baerbock noch an Wirtschaftsminister Robert Habeck.
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