Nächste Verschwörungstheorie wird wahr: WHO will Impf-Zertifikate weiter nutzen
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- Die während der Corona-Pandemie entwickelten digitalen Nachweise für Impfungen und Genesung sollen Grundlage für ein globales Zertifizierungsnetz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden.
- Die EU-Kommission erklärte diesen Schritt am Montag damit, dass im Fall einer weiteren Pandemie Reisen erleichtert und Bürgerinnen und Bürger besser geschützt würden.
- Als erster Schritt soll sichergestellt werden, dass die derzeitigen digitalen Zertifikate der EU weiterhin funktionieren.
Es galt als Verschwörungstheorie, als unbegründete Sorge von realitätsfernen Bürgern – und scheint sich nun zu bewahrheiten: Der QR-Code soll Voraussetzung für Reisen innerhalb der EU werden. Wie die EU- Kommission am Montag mitteilte, sollen die in der Corona-Pandemie entwickelten digitalen Impfnachweise weiter genutzt werden. Begründung: Ein "besserer Schutz der Bürger und ein leichteres Reisen".
WHO kontrolliert im Hintergrund
Mit dem digitalen Zertifikat sollen EU-Bürger europaweit Impfungen, Tests und Genesungen per QR-Code nachweisen. Vom Sommerurlaub bis zu kleineren Ausflügen in benachbarte Länder wurde das bereits während der Pandemie für viele Freizeitaktivitäten erfordert.
Das Nachweissystem wurde in Deutschland im Juli 2021 offiziell eingeführt. Nur mit Nachweis durfte man Veranstaltungen besuchen und konnte eine Quarantäne nach Ankunft in einem anderen Land vermeiden. „Mit fast 80 Ländern und Gebieten, die an das digitale Covid-Zertifikat der EU angeschlossen sind, hat die EU einen weltweiten Standard gesetzt”, sagte EU-Kommissar Thierry Breton.
Konkret soll die WHO nun das System hinter den Zertifikaten übernehmen. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen auch Standards etwa für die Überprüfung digitaler Signaturen festgelegt werden, um Betrug zu verhindern. „Dabei wird die WHO keinen Zugang zu den zugrundeliegenden personenbezogenen Daten haben”, hieß es.
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Janina Lionello
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