„Nazischwein“-Affäre um Linken-Politiker: Erst pöbelt er, dann reagiert er dünnhäutig
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In einer hitzigen Debatte über Antisemitismus im Brandenburger Landtag hat der Linken-Fraktionsvorsitzende Sebastian Walter AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt und Landtagsvizepräsident Andreas Galau von der AfD als „Nazischwein“ bezeichnet.
Walter bestätigte später selbst diese Aussage.
Die Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke sprach einen Ordnungsruf gegen Walter aus. Sie reagierte damit auf Walters Äußerung im Plenum, er habe beide AfD-Politiker als „Nazi“ bezeichnet. Zuvor hatte sie den ursprünglichen Begriff nicht gehört. Neben der Beleidigung warf Walter den AfD-Politikern auch Antisemitismus vor.

Hans-Christoph Berndt, Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag sprach von importierten Antisemitismus.
Andreas Galau reagierte prompt und forderte eine Sondersitzung des Präsidiums. Er erwägt zudem, eine Strafanzeige gegen Walter zu stellen. Die AfD-Fraktion hatte in der Debatte behauptet, dass durch die Zuwanderung von Flüchtlingen Antisemitismus nach Deutschland importiert werde.
Die Bilder von deutschen Straßen geben Berndt Recht. Natürlich hat Deutschland auch ein Problem mit heimischem Antisemitismus – übrigens auch von Links. Wer den islamistischen und importierten Antisemitismus in Deutschland leugnet, tut dies oftmals, weil dieser seinen Narrativen der Freundschaft der Völker und der imminenten Gefahr von Rechts widerspricht.
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Die Linke verschließt die Augen vor der Realität
Seit dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel im Oktober hat Deutschland einen besorgniserregenden Anstieg antisemitischer Straftaten erlebt. BKA-Präsident Holger Münch gab bekannt, dass seit dem 7. Oktober 680 antisemitische Straftaten registriert wurden, von denen mehr als 550 im direkten Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt stehen. Diese Zahl liegt deutlich über dem Durchschnitt.
Insgesamt wurden dem Bundeskriminalamt 3.744 Straftaten im Kontext der Eskalation gemeldet, darunter mehr als 460 Gewaltdelikte. Münch betonte, dass die Ereignisse im Nahen Osten unmittelbare Auswirkungen auf die Radikalisierung in Deutschland haben und warnte vor einem hohen Eskalationspotenzial.
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Umgang mit jüdischen Journalisten durch den Linke-Abgeordneten
Jeden Rechten als Nazi zu bezeichnen, relativiert die Verbrechen der Nationalsozialisten. Empört durch das Verhalten des Linken, kontaktierte ein jüdischer NIUS-Journalist privat den Abgeordneten Walter und bat ihn um eine Entschuldigung. Zumal sich Walter selbst als „Täterenkel“ bezeichnet. Es lag ihm quer im Magen, dass dieser das wichtige Thema des importierten Antisemitismus mit einer NS-Relativierung quittierte.
Zusätzlich fragte der NIUS-Journalist, öffentlich auf dem Profil der Linken Brandenburg nach dem Fehltritt des Abgeordneten und nach seiner Einstellung zum jüdischen Nationalstaat Israel.

Der Politiker erfüllte die Kriterien eines Wiedergutmachungsweltmeister, der sich für die toten Juden einsetzt und sogar am 09.11. zur Kristallnacht mit viel Pathos einen Post tätigte. Für lebenden Juden hat der Linke offenbar wenig übrig, denn keine 5 Minuten wurde der jüdische Journalist kommentarlos blockiert.

Der obligatorische Post zur Kristallnacht darf natürlich nicht fehlen. Tote Juden sind einfacher zu beschützen als lebende.
NIUS fragte bei Walter und der Pressestelle der Linken nach, doch erhielt keine Antworten auf die gestellten Fragen. Stattdessen erhielt NIUS im Auftrag Walters ein Essay über Antifaschismus, Aktivismus für bereits tote Juden und offenbar einen Einblick in das Wahlprogramm der Linken. NIUS bat erneut um eine Antwort auf die Fragen, bislang ohne Reaktion.
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