Neue Vorwürfe laut „SZ“: Aiwanger soll „Mein Kampf“ bei sich gehabt haben
Hubert Aiwanger bricht in der Flugblatt-Affäre sein Schweigen, nachdem ein ehemaliger Schulkollege im Bayerischen Rundfunk weitere Vorwürfe erhoben hatte. Demnach soll Aiwanger als Schuljunge mit dem Hitlergruß in die Klasse gekommen sein und judenfeindliche Witze gemacht haben.
„Das ist mir nicht erinnerlich“, sagte Aiwanger von einem Reporter des br auf die Vorwürfe angesprochen.
Er schüttle den Kopf, was ihm aus Jugendzeiten vorgeworfen werde, so der Chef der Freien Wähler: „Was in Jugendzeiten hier diskutiert wird, wundert mich etwas. Aber es ist auf alle Fälle so, dass in der Jugendzeit das ein oder andere so oder so interpretiert werden kann, was als 15-Jähriger mir hier vorgeworfen wird – ich sage: seit dem Erwachsenenalter, die letzten Jahrzehnte, kein Antisemit, kein Extremist, sondern ein Menschefreund.“
Die Betonung auf das Erwachsenenalter und die tadellosen vergangenen Jahrzehnte werfen die Frage auf, ob Aiwanger die Vorwürfe aus Jugendzeiten zwischen den Zeilen einräumt.
Am Mittwochabend tauchten weitere Vorwürfe gegen den Bayern-Vize auf: Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, habe sich am Mittwoch eine weitere Mitschülerin bei der Zeitung gemeldet. Sie sagte der SZ: Aiwanger habe oft Hitlers „Mein Kampf“ in der Schultasche mit sich geführt. Sie könne dies bestätigen, weil sie das Buch selbst in der Hand gehalten habe. Mein Kampf ist die Schrift, in der Adolf Hitler seine kranke Ideologie aufgeschrieben hatte.
Aiwanger hält am Wahlkampf fest
An seinem Ziel, erneut in die bayerische Landesregierung einzuziehen und am Wahlkampf will der bayerische Spitzenkandidat der Freien Wähler nichts ändern, er wolle weiter mit den Bürger reden und schauen, „wie die Stimmung ist und es ist auf jeden Fall so, dass die Menschen diese Kampagne überhaupt nicht verstehe und sehr überwiegend sagen, das kann doch nicht sein, dass man mit Dingen konfrontiert wird, die so lange her sind, dass heir gezielt diese Themen auch platziert werden offenbar“, so Aiwanger am Mikofon von Welt.
Viele Bürger würden von einer medialen Schmutzkampagne gegen Aiwanger sprechen, dass der Politiker politisch und persönlich zerstört werden solle.
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