NIUS vor Ort: Kanzler Scholz auf SPD-Fest ausgebuht
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Bundeskanzler Olaf Scholz sollte eigentlich nur das SPD-Europafest in Falkensee westlich von Berlin besuchen. Dort wollte er den Wahlkampf der Bürgermeister-Kanditatin der SPD unterstützen. Das Publikum war aber alles andere als begeistert und begrüßt ihn mit heftigen Buhrufen. Auch „Kriegstreiber“-Rufe waren immer wieder zu hören.
„Hau ab“-Rufe für den Kanzler
Die Veranstaltung war vor dem Auftritt friedlich und gesellig. Vor dem Auftritt des Kanzlers traten zwei Tanzgruppen auf – sie erhielten keine Buhrufe.
Die Buhrufe kamen aus der Mitte der Masse. Ein Mann mit „Druzhba“ (russisch für Freundschaft) T-Shirt schien die Gruppe zum Teil anzuführen. Laut Berichten der Demonstranten hatten sie sich nicht koordiniert, sondern spontan zum Protest gegen Scholz eingefunden.
Der Protest richtete sich hauptsächlich gegen die Ukraine-Unterstützung der Regierung. Im Gespräch mit dem Demonstranten machte die ihren Unmut über das Sondervermögen für die Bundeswehr, die Flüchtlingspolitik und das Misstrauen gegenüber etablierten Medien deutlich.
„Grüne Schnittlauch-Partei“
Eine ältere Dame sprach über die Verblödung der Menschen. Sie war bereits wenige Tage zuvor zur Stadthalle gekommen, als Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zu einem Bürgergespräch eingeladen hatte. „Die Grüne Schnittlauch-Partei: Außen grün, innen hohl“ nannte sie die Grünen.
Hitzige Diskussionen nach der Veranstaltung
Anschließend begann eine größere Diskussion zwischen SPD-Anhängern und Gegen-Demonstranten vor der Stadthalle in Falkensee. Die Polizei beobachtet die Situation, schritt jedoch nicht ein. Laut den Berichten einer Gegen-Demonstrantin soll ein junger Mann eine Frau geschlagen haben. Diese Behauptungen konnte Nius.de nicht bestätigen. Weitere Streitigkeiten entstanden um Video-Aufnahmen, verliefen allerdings ins Leere.
Später löste sich die kleine Menschengruppe auf. Nicht jedoch ohne den Kanzler bei seiner Abfahrt mit Pfiffen und Buh-Rufen zu verabschieden.
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Sven Versteegen
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