Nur sechs Tage nach Israel-Terror: Steinmeier und Scholz empfangen obersten Hamas-Beschützer
Erst gedenken, dann Treffen mit dem Terror-Paten
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Erst Toten-Gedenken, dann Gespräche mit dem engsten Verbündeten der Hamas: Deutschland im Angesicht des Hamas-Terrors gegen Israel.
Am Mittwoch um 13 Uhr wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit dem Botschafter Israels, Ron Prosor, an der Schweigeminute des Deutschen Bundestages teilnehmen. So steht es in der offiziellen Terminplanung des Bundespräsidialamts. Die einleitenden Worte wird die Präsidentin des Deutschen Bundestages, Bärbel Bas (SPD), sprechen.

Am Mittwoch wird es im Bundestag eine Schweigeminute für die Opfer des Terrors geben.
Keine zwanzig Stunden später empfängt Steinmeier im Schloss Bellevue den Emir des Staates Katar, Scheich Tamim bin Hamad bin Khalifa Al Thani, zum Gespräch – mit Eintragung ins Gästebuch des Bundespräsidenten. Der oberste Hamas-Beschützer im Berliner Schloss Bellevue!
Katar: „größter Terror-Finanzierer“
Katar und sein Emir beherbergen seit Jahren Hamas-Chef Ismail Haniyya, der dort in einer opulenten Villa residiert und seine Hassbotschaften in die Welt schickt. Man dürfe bei allen Kontakten und Geschäften nicht vergessen: „Katar ist einer der größten Terror-Finanzierer der Welt“, sagte der erste parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei (CDU), in Berlin.
Vom Bundespräsidenten fährt der Emir direkt ins nahe gelegene Kanzleramt, wo ihn Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu einem gemeinsamen Mittagessen empfängt. „Der Besuch fällt dieses Jahr mit einem besonderen Jubiläum zusammen“, heißt es auf der offiziellen Webseite des Bundeskanzlers: „Deutschland und Katar blicken zurück auf 50 Jahre diplomatische Beziehungen“.

Emir von Katar, Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani (links), trägt sich vor seinem Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue in das Gästebuch ein.
„Israel allein verantwortlich für die anhaltende Eskalation …“
Wie eng das Verhältnis des Scheichs zur Hamas ist, gab das Emirat kurz nach dem Angriff auf Israel in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt: „Das Außenministerium bekräftigt die feste Position des Staates Katar in Bezug auf die Gerechtigkeit der palästinensischen Sache und die legitimen Rechte des brüderlichen palästinensichen Volkes, sowie die Errichtung eines unabhängigen Staates in den Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt“.
Und weiter: „Das Außenministerim macht Israel allein für die anhaltende Eskalation aufgrund seiner anhaltenden Verletzung der Rechte des palästinensischen Volkes verantwortlich“. Die internationale Gemeinschaft müsse jetzt verhindern, dass Israel einen „asymmetrischen Krieg gegen die Zivilbevölkerung in Gaza entfacht“.
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Ralf Schuler
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