Palästinenser-Unruhen in griechischen Flüchtlingslagern
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Täglich kommen bis zu 300 Palästinenser in griechischen Flüchtlingslagern an. Die meisten werden erfahrungsgemäß nach Deutschland weiterziehen.
In griechischen Medien häufen sich dieser Tage Meldungen, dass „aufgrund der Lage im Nahen Osten“ Unruhe in den großen Flüchtlingslagern herrsche. Es käme dort vermehrt zu Protesten und Ausschreitungen.
Vermehrt Unruhen und Festnahmen
Allein im ersten Quartal 2023 seien etwa 20 Prozent der Asylbewerber palästinensischer Herkunft gewesen, schreibt etwa die Zeitung „Kathimerini“. Täglich würden 200 bis 300 Neuankünfte registriert. Im Lager von Samos sei es dieser Tage zu Ausschreitungen mit Blick auf den Konflikt in Israel gekommen. Die überfüllten Lager und die mangelnde Bewegungsfreiheit würden die muslimischen Flüchtlinge noch unruhiger stimmen.
„Eleftheros Typos“ berichtet ebenfalls von Protesten und Ausschreitungen in geschlossenen Flüchtlingseinrichtungen des Landes. Auf Samos, Leos, Chiros und Kos versammelten sich Palästinenser und Syrer und protestierten gegen Israel. Auf Samos habe die Polizei fünf Personen festgenommen.

Das Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Samos
Marian Wendt, Leiter der Konrad Adenauer Stiftung in Athen, sagte NIUS, dass die griechische Polizei die Lage schnell unter Kontrolle hatte. „Allerdings rechnet das griechische Migrationsministerium mit weiteren Ankünften, da auch der Libanon – hier lebt ebenso ein Großteil palästinensischer Flüchtlinge – sich weiter destabilisiert.“
Weitere Verschärfung in Deutschland zu erwarten
Heikel sind solche Meldungen auch, weil Migranten aus griechischen Lagern in der Regel nach zwei oder drei Monaten in Deutschland ankommen, wo die ohnehin aufgeheizte Lage durch Zuwanderung aus Palästina oder von Palästinensern aus Libanon und Jordanien noch verschärft werden könnte.
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