Finanziert Berlins Queer-Ministerium ein queeres Anti-AfD-Netzwerk, das Pädophilie befördert?
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Der Kinderpornostraftäter Jurassica Parka (Mario Olszinski) ist im politischen Berlin und in der deutschen Medien-Elite bestens vernetzt. Wer sich auf eine Spurensuche begibt, wie das möglich werden konnte, landet beim queeren Anti-AfD-Verein „Travestie für Deutschland“. Olszinski ist in deren Netzwerk nicht der einzige Mann mit sexuellen Neigungen, die Kinder miteinschließen. Besonders besorgniserregend: Der Verein strebt, wie Berlins Queer-Beauftragter Alfonso Pantisano, eine Grundgesetzänderung an.
Wie konnte ein pädophiler Mann Politikern, Staatsspitze und der deutschen Medien-Elite so nahe kommen? Warum wurde er von ihnen hofiert? Welche Netzwerke und Seilschaften stehen dahinter? Wie konnte angeblich niemand von seinen Neigungen gewusst haben?
Neben dem ideologischen Grund – Olszinski ist ein linker, queerer Aktivist – gibt es auch ein handfestes Netzwerk, das Olszinskis Zugang zur Macht möglich machte. In dessen Zentrum: der linksaktivistische Verein „Travestie für Deutschland“. Niemand arbeitete so eng mit Olszinski (Jurassica Parka) zusammen wie dessen Mitstreiter.

Jurassica Parka auf einem Plakat des Vereins „Travestie für Deutschland“
Wie es im Namen schon anklingt, wurde „Travestie für Deutschland“ ganz im Geiste einer glühenden AfD-Obsession gegründet. Bei allem, was der Verein tut, schwingt der Umstand mit. Auch das Logo – ein roter Stöckelschuh statt eines roten Pfeils plus entsprechender Schriftzug – ist optisch an die Partei angelehnt.
Drag-Verein gegen die AfD
Der Verein sammelt vor allem Transvestiten um sich, die sich gegen die AfD positionieren. Neben Jurassica Parka, der 2023 wegen des Verbreitens von Kinderpornografie rechtskräftig verurteilt worden ist und gegen den ein weiteres, gleichgelaghertes Verfahren läuft, kokettieren aber auch andere Drag-Künstler des Netzwerks mit einem Fetischismus, den sie auch gerne vor Kindern ausleben.
Stella DeStroy, der 2021 auf dem CSD für „Travestie für Deutschland“ auftrat, postete 2022 auf Instagram ein Foto – ähnlich einem Rorschach-Test – darauf ein Paar beziehungsweise Delfine: „Was siehst du?“, fragte er, „einen Mann und eine Frau, die sich innig küssen? Was sehen Kinder? Delphine!!!“
„Mit diesem einfachen Beispiel möchte ich dich in dem Thema kindliche Sexualität sensibilisieren“, so DeStroy weiter. Er behauptet: „Kinder brauchen nicht geschützt zu werden, wenn Menschen in Leder, Lack oder Highheels über die Straße laufen.“ Kinder müssten vor „körperlicher, oder seelischer Gewalt“ geschützt werden „UND NICHT! Wenn Kinder Menschen in Hundemasken sehen!“

Stella DeStroy fordert auf Instagram, dass Männer in Fetischkleidung vor Kindern auftreten können sollen.
Der Verein geht an Schulen
Diese Haltung teilt DeStroy mit „Travestie für Deutschland“. Mit dem Projekt „TfD macht Schule“ geht der Verein selbst an Schulen, um „innerhalb der Klasse … gemeinsam Themen wie Geschlechterrollen, Resilienzförderung, Bodypositivity“ zu besprechen. In „Drag-Workshops“ möchte man den „Umgang mit Geschlecht und Stereotypen u.a. mit Rollenspielen ausloten“.
Auch der wegen Kinderpornografie verurteilte Parka las vor Kindern, zum Beispiel 2023 vor zwei fünften Klassen in einer Berliner Bibliothek. 2024 nahm er – gemeinsam mit anderen Mitstreitern von „Travestie für Deutschland“ – an einem von der Stadt subventionierten Drag-Festival mit Kinderlesung teil, dem „Queens & Flowers“-Festival. Die Stadt Berlin förderte das Event mit 40.000 Euro.

Parka (links), Schlönzke (mitte) und Jacky-Oh Weinhaus (rechts) auf dem „Queens & Flowers“-Festival 2024.
Akteure des Netzwerks haben zudem selbst infantile Fetische, die sie in ihrem Künstler-Dasein ausleben. So tritt Vivienne Lovecraft vor allem in Anime- und Cosplay-artigen Kostümen auf. Auch er liest Kindern aus Büchern vor, wie auf dem „Queens & Flowers“-Festival 2025. Ein anderer Drag-Künstler aus dem Umfeld der Gruppe, Kaey, tritt vor Kindern in Plüschtier-Kostümen auf. Auch der verurteilte Olszinski vermischte Sexualität und Kindliches – in einem Video, das er teilte, klettert er durch eine Spielwelt für Kinder, immer wieder stöhnt er dabei.

Parka inszeniert sich in einer Spielhalle für Kinder gemeinsam mit anderen Travestie-Künstlern sexuell.
Unterstützer in höchsten politischen Kreisen
Die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales förderte Travestie für Deutschland 2023 für einen Salon im Rahmen des Pride Sommers mit über 9.000 Euro Steuergeld. Man hat Unterstützer in höchsten Politikerkreisen. In Margot Schlönzkes Show „Schattenkabinett“ im BKA-Theater kamen schon Lisa Paus, Ricarda Lang, Kai Wegner, Kevin Kühnert, der ehemalige Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne) und der Berliner Queer-Beauftragte Alfonso Pantisano (SPD). Das „Schattenkabinett“ ist eine offizielle Show von „Travestie für Deutschland“.
Der ehemalige Queer-Beauftragte der Regierung, Sven Lehmann, erklärte in einem gemeinsamen Post mit der Gruppe: „Drag ist Kunst. Drag ist politisch“. Und: „Drag Kings schaffen Raum für andere Perspektiven auf Körper, Begehren und Macht“. Drag-Lesungen sind für „Travestie für Deutschland“ und Sven Lehmann also nicht „Geschichten über Löwen“, wie der Berliner Queer-Beauftragte, Pantisano, 2025 gegenüber NIUS erklärte, sondern verfolgen ein politisches Programm.

Der ehemalige Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), postet gemeinsam mit „Travestie für Deutschland“.
Wie konnte niemand von Parkas Neigungen gewusst haben?
Der Vorstand von „Travestie für Deutschland“, Bastian Peters (Jacky-Oh Weinhaus), hatte gemeinsam mit Parka (Mario Olszinski) die Show „Süß und deftig“ im Berliner BKA-Theater. Das Gruppen-Mitglied Margot Schlönzke unterhielt mit Parka den Podcast „Schlönzke und Parka“. Auf unzähligen Instagram-Posts von Peters ist dieser gemeinsam mit Parka zu sehen – sogar in ihren Privatwohnungen. Die Frage, wie niemand von Parkas Verurteilung wissen konnte, stellt sich bei keiner Gruppe so sehr wie bei „Travestie für Deutschland“.

Jurassica Parka (hinten) und Jacky-Oh Weinhaus (vorne), Vorstand von Travestie für Deutschland, waren beziehungsweise sind sehr eng.
Dass Peters oder Schlönzke nichts von Parkas Neigungen gewusst haben, würde bedeuten, dass Parka diese in einem extrem sexualisierten Arbeitsumfeld unentwegt für sich behalten hätte. Sowohl Weinhaus als auch Schlönzke distanzierten sich nach Bekanntwerden von Parkas Verurteilung von seiner Tat und stellten die Zusammenarbeit ein.
Travestie für Deutschland möchte „sexuelle Identität“ ins Grundgesetz bringen
Ein Ziel von „Travestie für Deutschland“ ist es, dass „sexuelle Identität“ in den Artikel 3 des Grundgeseztes mit aufgenommen wird. Das heißt, dass Personen auch wegen ihrer „sexuellen Identität“ nicht benachteiligt werden können sollen. Hier wird es heikel: Denn genau das – die Forderung nach der Anerkennung ihrer „sexuellen Identität“ – ist auch eine Forderung von Pädophilen.

Alfonso Pantisano (SPD) sitzt bei Margot Schlönzke im „Schattenkabinett“.
Travestie für Deutschland formuliert dieses Ziel nicht, doch Kritiker warnen vor folgendem Szenario: Sollte „sexuelle Identität“ es ins Grundgesetz schaffen und gleichzeitig Pädophilie – wie Transgeschlechtlichkeit – nicht mehr als Krankheit anerkannt werden, wäre damit auch Pädophilie entkriminalisiert. Eine düstere Vorstellung.
Dass mit Parka ein verurteilter Kinderporno-Straftäter im Umfeld der Gruppe tätig war, man an Schulen geht, um Kindern in „Rollenspielen“ andere „Geschlechterrollen“ beizubringen, man seine Fetische vor Kindern ausleben möchte, die Männer Drag-Lesungen für Kinder machen und man „sexuelle Identität“ als schützenwertes Merkmal ins Grundgesetz aufnehmen möchte, wirft mindestens Fragen auf wie, ob man nicht wenigstens billigend in Kauf nimmt, dass jemand wie Parka sich in diesem Umfeld pudelwohl fühlt.
Das „Schattenkabinett“ als politisches Agitationsfeld
In der Show von „Travestie für Deutschland“ im Berliner BKA-Theater, dem „Schattenkabinett“, gerieren sich Moderator Schlönzke und seine Mitstreiter immer wieder als linke Hardliner. Wen der ehemalige Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), beispielsweise mit der einen Aussage über die von Nazis verfolgten Homosexuellen genau gemeint habe?, fragt ihn ein Moderator bei seinem Besuch im Stile eines Parteikommisars. „Natürlich auch Trans-Geschlechtliche“, beteuert Lehmann hastig und geständig. Man hat den Eindruck, er könne die Worte gar nicht schnell genug über die Lippen bringen. Niemand ist im Schattenkabinett links genug – selbst radikal Linke nicht.

Berlins Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ist im „Schattenkabinett“ zu Gast.
Über die Polizei erklärt Lehmann, es wäre sein Job, „die ein bisschen zu triezen“. Ob man ihr nicht gleich Daumenschrauben anlegen könne?, legt Schlönzke nach. Lehmann: „Sagen wir mal so: Ich werde meine Wege finden.“ Drei Jahre später lädt die Berliner Polizei Mario Olszinski ein, um eine Benefizgala gegen „Hass“ zu moderieren. Gemeinsam mit Berlins Queer-Beauftragten Alfonso Pantisano (SPD) hisst man die Progress Pride Fahne, die auch sexuelle Identitäten symbolisch abdeckt, vor dem Präsidium.

Bastian Peters (links) und Margot Schlönzke (rechts) posieren mit Sven Lehmann (ehem. Queer-Beauftragter der Bundesregierung, Grüne).
Was ist die Rolle Alfonso Pantisanos?
Auch Pantisano war schon im „Schattenkabinett“ zu Gast. 2021 lud er außerdem Jurassica Parka mit ein, um eine Wahlkampfveranstaltung der SPD zu moderieren. 2024 organisierte er erstmals den Magnus-Hirschfeld-Gedenktag. Im Rahmen dessen machte auch Parka eine Kieztour. Pantisano Behörde steckte insgesamt 69.400 Euro Steuergeld in den Tag. Pantisano selbst ergreift für Drag-Lesungen vor Kindern immer wieder Partei. Dieses Jahr verharmloste er die sexualisierten und hoch-ideologischen Lesungen, bei denen Kinder ständig mit der Frage des Geschlechts konfroniert werden, noch als „Geschichten über einen Löwen“.

Alfonso Pantisano rief den Magnus-Hirschfeld-Tag ins Leben. Mit dabei 2024: Jacky-Oh Weinhaus (Mitte links), Jurassica Parka (rechts).
Auch Pantisano setzt sich, wie „Travestie für Deutschland“, intensiv dafür ein, dass Artikel 3 des Grundgesetzes um „sexuelle Identität“ erweitert wird. Dass der Bundesrat im September einen solchen Gesetzesentwurf verabschiedete, geht insbesondere auf sein Wirken und das der Queer- bzw. Arbeitssenatorin, seiner Chefin Kiziltepe (ebenfalls SPD), zurück. Die Grünen haben einen entsprechenden Gesetzesentwurf nun auch in den Bundestag eingebracht. Den kritisierte die AfD folgendermaßen: „Was aber diese Wörter [sexuelle Identität, Anm. d. Red.] eigentlich bedeuten sollen, das sagen uns die Grünen nicht.“

Cansel Kiziltepe (SPD) hält im Bundesrat eine Rede dafür, „sexuelle Identität“ ins Grundgesetz aufzunehmen.

Pantisano und Kiziltepe (beide SPD) bejubeln, dass der Bundesrat „sexuelle Identität“ ins Grundgesetz aufnehmen will.
Nicht nur Pantisanos Nähe zu Parka und „Travestie für Deutschland“ wirft Fragen auf. Auch das Gesetzesvorhaben steht unter einem fragwürdigen Stern. Noch immer hat Alfonso Pantisano die Anfrage von NIUS nicht beantwortet, ob er von Olszinskis Verurteilung wegen Kinderpornografie wusste. Als NIUS die Frage am Telefon noch einmal wiederholt, legt eine Mitarbeiterin in der Pressabteilung sogar abrupt, ohne Tschüss zu sagen, auf. Auch auf die Frage, ob er Veranstaltungen für Kinder mit verurteilten Pädophilen gutheiße, antwortete Pantisano nicht.

Bärbel Bas (links, SPD), Kai Wegner (CDU) und Joe Chialo (ehem. Kultursenator, CDU) mit Pantisano (Queer-Sonderbeauftragter, SPD).
Auch, wie andere Behörden auf die NIUS-Recherche zum Fall Jurassica Parka reagieren, irritiert. Die Berliner Polizei bezeichnete die Fragen von NIUS an das Organisationsteam der Gala, die man mit dem verurteilten Sexualstraftäter trotz Ermittlungsverfahren kürzlich veranstaltete, als „tendenziös“ und „persönliche Missfallensbekundungen“.
Auch die Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales, das Berliner Queer-Ministerium, antwortet nur zögerlich auf die NIUS-Anfragen bezüglich finanzieller Förderungen. „Travestie für Deutschland“ möchte sich gegenüber NIUS überhaupt nicht äußern.
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Jens Winter
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