Sahra Wagenknecht über den Kanzler: „Scholz ist das perfekte Beispiel für abgehobene Eliten“
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Die wirtschaftlichen Kennziffern zeigen alle in den Keller – nur einer kann und will es nicht sehen: Olaf Scholz (SPD). Der Bundeskanzler will die Ampel-Jahre als „Turnaround“-Zeit verstanden wissen und glaubt, dass die Wirtschaft gerade Anlauf nimmt, um mit einem Boom aus dem Tal heraus zu schießen.
Dieser Blick auf das Land sei ein perfektes Beispiel für eine „abgehobene Elite“, meint Sahra Wagenknecht im Gespräch mit „Schuler! Fragen, was ist“. Die Gründerin der Partei BSW meint: „Das ist sowas von weltfremd, das ist sowas von jenseits der Realität. Also Turnaround stimmt – aber in eine Richtung, die uns ganz nach unten führt. Wir laufen zurzeit Gefahr, wirtschaftlich massiv abzusteigen. Wir sind Schlusslicht unter den Industrienationen, die Prognosen sind schlecht.“
Wagenknecht attestiert dem Kabinett um Scholz und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) „Halluzinationen“, was die Wirtschafts-Prognosen betrifft. Vor sechs Monaten hatte man noch mit einem Wachstum von 1,3 Prozent gerechnet: „Nichts davon ist eingetreten …“

Wagenknecht im Gespräch mit NIUS-Politik-Chef Ralf Schuler.
Kann oder will der Kanzler das nicht wahrnehmen? Wagenknecht: „Ich will ihm nichts unterstellen, aber wenn es nicht durchdringt, muss man ihm unterstellen, dass er einfach die Realität wirklich gar nicht zur Kenntnis nimmt … also wir hatten vor kurzem einen Aufruf der Gewerkschaft IG Metall und des Arbeitgeberverbandes, die gesagt haben: es brennt. Also wir laufen Gefahr, unsere Industrie zu verlieren. Die Unternehmen wandern ab, die Investitionen sind niedrig. Also wenn das Gewerkschaften und Arbeitgeber zusammen in einem Papier formulieren, dann gehe ich davon aus, dass der Kanzler das liest. Und wenn er dann trotzdem so tut, als seien eigentlich keine großen Probleme da, dann ist das eben ein typisches Beispiel von Schönrednerei. Und das ist wirklich überhaupt nicht zu verantworten.“
Das ganze Gespräch mit Sahra Wagenknecht sehen Sie hier:
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