Sie tauchen in keiner Asyl-Statistik auf: 109.000 Migranten durch Familiennachzug zu uns gekommen
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Über den Familiennachzug sind in diesem Jahr schon mehr als 100.000 Migranten aus Nicht-EU-Staaten nach Deutschland eingewandert.
Vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2023 haben die deutschen Botschaften und Konsulate weltweit insgesamt 109.000 Visa zum Zwecke des Familiennachzugs erteilt, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts auf Anfrage von NIUS.
Größtenteils geht es dabei um Ehegattennachzug zu einem ausländischen Staatsbürger und um Kindernachzug. Die Familiennachzügler tauchen in keiner Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf. Somit handelt es sich um zusätzliche Einwanderung, die auf die Zahl der Asylanträge hinzugerechnet werden muss.
Über 400.000 Migranten aus Nicht-EU-Ländern wanderten nach Deutschland ein
In diesem Jahr verzeichnete das BAMF bislang 267.384 Asyl-Erstanträge, wobei selbst BAMF-Chef Hans-Eckhard Sommer Anfang November zugab, dass diese Zahlen nicht die Realität widerspiegeln. Die tatsächlichen Ankunftszahlen seien deutlich höher. Mit den 109.000 Familiennachzüglern ist es mehr als wahrscheinlich, dass in diesem Jahr über 400.000 Personen aus Drittstaaten nach Deutschland eingewandert sind.

Faeser dementierte Pläne, wonach die Bundesregierung noch mehr Migranten per Familiennachzug nach Deutschland holen will.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte Ende September einen Bericht über eine geplante Ausweitung des Familiennachzugs für Migranten zurückgewiesen. Sie plane nicht, den Familiennachzug zu erleichtern, sagte die Sozialdemokratin im Bundestag.
Rekordjahr wird übertroffen
Das Visa-Rekordjahr 2022 könnte damit übertroffen werden. Im vergangenen Jahr stellten die Botschaften und Konsulate der Bundesrepublik rund 117.000 Visa für Familienangehörige aus, damit diese ebenfalls nach Deutschland einreisen können. Bis Ende des Jahres 2023 könnten es rund 130.000 Visa sein.
„Neben 300.000 Asylerstanträgen ist mit rund 130.000 Visaerteilungen zum Familiennachzug zu rechnen“, hatte die CSU-Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz bereits im Juli prognostiziert. Seitdem sind die Asylzahlen weiter angestiegen.
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Warum die Asylzahlen deutlich höher sind, als bislang angegeben.
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Björn Harms
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