„So einen Witz kann man sich nicht ausdenken“: Iran übernimmt Vorsitz in Menschenrechts-Gremium
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- Der iranische UN-Botschafter in Genf, Ali Bahreini, wurde zum Vorsitzenden des UN-Sozialforums für Menschenrechte ernannt.
- Bahreini ist der erste iranische Vorsitzende des Forums, das den Austausch über Wissenschaft, Innovation und Technologie im Zusammenhang mit Menschenrechten fördern soll.
- Die Ernennung stößt auf Unverständnis, angesichts der Menschenrechtslage im der Iran.
Der iranische UN-Botschafter in Genf ist zum Vorsitzenden des Sozialforums des UN-Menschenrechtsrates ernannt worden. Ali Bahreini ist der erste iranische Vorsitzende des Forums, welches die Grundlage für einen Internationalen Austausch über die Rolle von Wissenschaft, Innovation und Technologie bei der Durchsetzung von Menschenrechten bilden sollen. Die Ernennung sorgt für viel Unverständnis – insbesondere, nachdem bekannt wurde, dass der Iran für einen Großteil der weltweit bekannten Hinrichtungen verantwortlich ist.
Der israelische Botschafter in Deutschland verurteilte den Vorgang scharf. „So einen Witz kann man sich nicht ausdenken“, schrieb Ron Prosor auf Twitter. „Ausgerechnet das Land, das für 65% aller Hinrichtungen weltweit verantwortlich ist, soll die Fahne der Menschenrechte tragen. Als würde man den Kannibalen von Rotenburg zum Kindergeburtstag einladen.“
Die UN stehen seit Jahren immer wieder wegen ähnlicher Vorgänge in der Kritik. In der Vergangenheit hatten unter anderem der Vorsitz der sozialistischen Diktatur Venezuela im Menschenrechtsrat oder der Vorsitz des hypermilitaristischen Nordkoreas im Abrüstungsforum für viel Unverständnis gesorgt.
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