Söder begeistert über Demos „gegen rechts“, doch Antifa-Veranstalterin will CSU-Politiker gar nicht dabeihaben
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Markus Söder ist begeistert über die zahlreichen Demos „gegen rechts“ in Bayern. Doch die Organistorin in München wollte Mitglieder seiner Partei gar nicht dabeihaben. Die CSU gilt der Antifa-Aktivistin Lisa Poettinger als „rechts“. 2022 hatte sie die Veröffentlichung der Privatadressen von „Nazis, Klimafaschos und Konzerneigentümer:innen“ begrüßt.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich am Sonntag hoch erfreut: „Starkes Zeichen für die Demokratie! Zehntausende engagierte Bürgerinnen und Bürger haben heute in Deutschland und Bayern gegen Rechtsradikalismus demonstriert. Vielen Dank für dieses klare Signal!“

Doch in der Landeshauptstadt seines Bundeslandes war man auf der Demonstration offenbar weniger erfreut, möglicherweise CSU-Politiker anzutreffen. „Was wollen CSU-Politiker:innen vor Ort?“, fragte die Demo-Anmelderin Lisa Poettinger auf X. „Als Versammlungsleiterin kann ich sagen, dass ich gar keinen Bock auf Rechte jeglicher Couleur habe!“

Obwohl es auf der Demonstration „Gemeinsam gegen rechts“ angeblich um den Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und des Grundgesetzes ging, erklärte Poettinger zudem das Symbol dessen, die deutsche Nationalflagge, auf der Demonstration für nicht erwünscht.
Poettinger hält Veröffentlichung von Privatadressen für legitim
Freie-Wähler-Chef Aiwanger hatte zuvor seine Absage an der Demonstration in München damit begründet, dass die Proteste von Linksextremisten unterwandet seien. So würden „unter anderem Linksjugend, Junge Grüne und Jusos, die die Abschaffung des Verfassungsschutzes wollen und in Verfassungsschutzberichten stehen“ dazu aufgerufen.
Als Antwort darauf retweete Poettinger einen Post der Gruppe Antifa-NT, die vom Bayerischen Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft wird.

Lisa Poettinger ist kein unbeschriebenes Blatt. Die Klimaaktivistin ist seit Jahren in der Antifa-Szene vernetzt. Kürzlich forderte sie auf X, dass „die Abschiebepolitik ein Ende braucht“. Israel warf sie im Dezember 2023 einen Völkermord an den Palästinensern vor.
Auch mit Gewalt gegen politische Gegner scheint sie kaum Probleme zu haben. So tweetete sie im Juni 2022: „Ich halte es für legitim, die Adressen von Nazis, Klimafaschos und Konzerneigentümer:innen zu veröffentlichen. Die Frage ist halt, was dann damit gemacht wird: Das Haus mit Farbe bewerfen oder Grafitti, cool. Gewalt gegen Leute schwierig….“

Auf der Demonstration in München fanden sich laut Polizei rund 100.000 Personen ein, darunter auch Spitzenpolitiker wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Die Veranstaltung musste wegen Überfüllung abgebrochen werden.
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