„Ungeschriebenes Gesetz“ im Bundestag: Für Lisa Paus ist am wichtigsten, AfD-Politiker nicht zu grüßen
Ein Beitrag von
In einer Instagram-Fragerunde wurde die Bundestagsabgeordnete und Ex-Familienministerin Lisa Paus gefragt, welche ungeschriebenen Gesetze es während der Sitzungswochen im Bundestag gibt. Die Grünen-Politikerin antwortet, es sei von enormer Wichtigkeit, dass man AfD-Politiker nicht grüßt ...
Die Frage war allgemein und neutral gestellt, war also nicht auf politische Konflikte oder die AfD gemünzt: „Ungeschriebene Gesetze während der Sitzungswoche: verrätst du uns welche?“

Screenshot: Instagram
Statt etwas Originelles zu berichten, nutzt Paus die Gelegenheit für radikales AfD-Bashing: „Man kann auf den Gängen nicht mehr jeden grüßen und freundlich sein, weil man es eben mit festgestellten Rechtsextremen zu tun hat. Das ist schon sehr bitter.“ Soll heißen: Das wohl wichtigste ungeschriebene Gesetz während der Sitzungswoche ist laut Paus, die Kollegen der AfD geflissentlich zu ignorieren – schließlich sind das böse Rechte, und mit denen spielt man eben nicht im Sandkasten der Demokratie.
Aktuell ist die AfD nicht als rechtsextrem „festgestellt“
Der Satz spricht Bände: Was Paus hier als „ungeschriebenes Gesetz“ beschreibt, ist die demonstrative Missachtung gegenüber gewählten Abgeordneten einer demokratisch gewählten und erlaubten Partei. Trotzdem soll inoffiziell gelten: kein Gruß mehr im Bundestag, kein Smalltalk im Fahrstuhl, keine kleinen Gesten der Höflichkeit.
Die grüne Politikerin beobachtet diese Praxis nicht nur, sondern begreift sie offenbar als inoffizielle Norm, als ungeschriebenes Gesetz. Grundlegende Formen der Höflichkeit sollen nicht für jene gelten, die einer unliebsamen Partei angehören. Und natürlich rechtfertigt sie das Ganze mit dem Argument „festgestellte Rechtsextreme“. Gemeint ist das Gutachten des Verfassungsschutzes zur AfD.
Was die Grünen-Politikerin nicht erwähnt: Das Gutachten wurde aufgrund einer juristischen Vereinbarung bis auf Weiteres zurückgezogen. Zudem steht es seit seiner Veröffentlichung unter juristischer und wissenschaftlicher Kritik – nicht zuletzt, weil es direkt aus dem ehemals von Nancy Faeser (SPD) geführten und weisungsgebundenen Innenministerium stammt, das selbst politisch gegen die AfD Stellung bezog.
Sieht ganz danach aus, als mache sich auch hier ein Politikstil breit, der den Gegner nicht mehr widerlegt, sondern ignoriert und diffamiert. Selbst in den Gängen des Parlaments, dem Herzen der Demokratie.
Lesen Sie auch:
Die absurdesten Beispiele aus dem AfD-Gutachten
Mehr NIUS:
Alle Linken ganz verzweifelt: NIUS-Kampagne überrollt die BVG
Vorwurf Steuerhinterziehung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Grünen-Chef Felix Banaszak
Warum Friedrich Merz in den eigenen Reihen als „Quassel-Kanzler“ gefürchtet ist
Neues 13-Milliarden-Loch für Klingbeil! Bund muss Arbeitsagentur noch viel mehr Steuergeld zuschießen
Gewerkschaften kündigen Widerstand an: Fliegt Kanzler Friedrich Merz sein Reform-Gipfel um die Ohren?
Correctiv lässt sich von der EU bezahlen, um über die EU zu berichten
IPCC-Skandal – der Mann, der dem Klima-Papst widersprach: „Ich glaube, dass die jüngste Erwärmung wohl auch schon vor 1000 Jahren erreicht wurde“
Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus
Mehr NIUS:
Neues 13-Milliarden-Loch für Klingbeil! Bund muss Arbeitsagentur noch viel mehr Steuergeld zuschießen
Gewerkschaften kündigen Widerstand an: Fliegt Kanzler Friedrich Merz sein Reform-Gipfel um die Ohren?
Correctiv lässt sich von der EU bezahlen, um über die EU zu berichten
IPCC-Skandal – der Mann, der dem Klima-Papst widersprach: „Ich glaube, dass die jüngste Erwärmung wohl auch schon vor 1000 Jahren erreicht wurde“
Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus
Verdi-Chef Frank Werneke: „Der Kanzler hat inhaltlich und im Stil komplett am Saal vorbeigeredet“
„Lügenfritz“ ist strafbar: Bürger muss wegen Merz-Beleidigung zahlen
Tabaksteuer: Lassen sich Kanzler Merz und Finanzminister Klingbeil von Brüssel über den Tisch ziehen?
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare