Wie der deutsche Verteidigungsminister den US-Angriff auf den Iran verpennte
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„Heute Morgen um 4 Uhr hat mich mein Generalinspekteur angerufen. Da war die Nacht vorbei“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Sonntagabend bei Caren Miosga. Die Bedeutung dieser Aussage ist verheerend: Denn damit ist klar, dass der deutsche Verteidigungsminister den Bomben-Angriff auf den Iran komplett verschlafen hat.
Rückblick: Um 02:04 Ortszeit warfen Tarnkappenbomber des Typs B2 bunkerbrechende Bomben über den drei Atomanlagen des Irans ab. Die Detonationen waren teilweise kilometerweit zu hören. Insgesamt schoss das US-Militär 75 Raketen und Bomben auf das iranische Atomprogramm.

Etwa zwei Stunden später, um exakt 02:07 Uhr deutscher Zeit, schickte die deutsche Presseagentur ihre Eilmeldung raus, nachdem CNN und andere US-Medien berichtet haben: „Trump: USA haben Atomanlagen im Iran angegriffen“. Dabei beriefen sich alle Medien auf ein Posting des US-Präsidenten auf seiner Plattform Truth Social.
Verteidigungsministerium weckte seinen Minister nicht
Es brauchte weitere zwei Stunden, bis Boris Pistorius nach eigenen Angaben aus dem Bett geklingelt wurde. Bei NIUS Live sorgte dieses Geständnis von Pistorius für Gelächter:
Dass die Bundeswehr, der Bundesnachrichtendienst, der Bundesverteidigungsminister – sprich die gesamte Bundesrepublik Deutschland – diese historische Nacht nicht sekundengenau verfolgt hat, lässt kein gutes Bild über den deutschen Sicherheitsapparat vermuten. NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt zeigt sich bei NIUS Live belustigt darüber, dass Pistorius offen sein Versagen offenbart: „Ja, wir haben den Angriff leider verschlafen. Wir wussten nichts. Keiner hat uns Bescheid gesagt.“ Das scheint der Tenor aus dem Gespräch mit Caren Miosga zu sein. Und er Minister gibt das auch noch zu.
Pistorius: USA hat gerade Besseres zu tun
Wie irrelevant die deutsche Verteidigungspolitik auf dem internationalen Parkett ist, gab Pistorius am Abend zuvor bei Caren Miosga zu. Auf die Frage, ob der Minister schon mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen sprechen konnte, antwortet der SPD-Mann: „Nee, ich glaube, der hat auch gerade noch ein paar andere Dinge zu tun.“
Reichelt äußerte sich voller Unverständnis über das Versäumnis – und die nachfolgende Kommunikation: Denn das heisst, „die Bundeswehr, unsere komplette Sicherheitsarchitektur, unser Sicherheitsestablishment hat nicht einmal die ersten Eilmeldungen gelesen, sondern hat erst durch die Pressekonferenz von Donald Trump erfahren: Oh, oh, oh, da könnte was passiert sein“, so der NIUS-Chefredakteur. Der Minister wurde an diesem historischen Morgen erst Stunden später nach dem eigentlichen Ereignis geweckt. Und repräsentiere ein Land, das außenpolitisch nicht mehr relevant ist.
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