Warum selbst die Grünen keinen Bock mehr auf Luisa Neubauer haben
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Luisa Neubauer, die omnipräsente Klimaaktivistin und Mitglied der Reemtsma-Millionärsfamilie, scheint mehr gegen ihr eigenes Abrutschen in die Bedeutungslosigkeit zu kämpfen als gegen den Klimawandel.
Wenn ich Greta Thunberg nur eine Sache ankreiden dürfte, dann wäre es, dass sie Luisa Neubauer zum Hauptact im deutschen Klimaschutzzirkus gemacht hat. Die Fridays-for-Future-Bewegung hat Luisa in einen regelrechten Superstar verwandelt, dem der schnelle Ruhm zu Kopf gestiegen ist. Sie versucht nicht nur, jedem ihre Meinung aufzuzwingen, unabhängig davon, ob man daran interessiert ist oder nicht, sondern sie würde am liebsten der gesamten Weltbevölkerung vorschreiben, wie sie zu leben hat.
Ich könnte mir vorstellen, dass sie sogar ihre Zimmerpflanzen zwingt, schneller zu fotosynthetisieren, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Ihre fanatische, von Realitätsblindheit geprägte Haltung wird von ihren Anhängern gerne als "pro-Klimaschutz" verharmlost, aber das ist so, als würde man Björn Höcke einen "pro-deutschen" Politiker nennen.
Radikal selbstverliebt?
Ihren in der TAZ erschienenen Artikel über die Verheißungen einer neuen, klimafreundlichen Lebensweise hat sie mit der entlarvenden Überschrift versehen: „Klimaschutz ist eine Frage der Macht”. Mich erinnert Luisas Überschrift an ein Album der US-Metal-Band Crowbar. Es trägt den Titel „Obedience Through Suffering (Gehorsam durch Leiden)”.
In besagtem Artikel schreibt sie unter anderem: „Und – auf die Gefahr hin, missverstanden zu werden – wer macht sich dafür im Zweifel auch die Finger schmutzig? Bei aller Liebe, aber gegen fossilen Populismus auf allen Kanälen werden wir nicht mit Info-Flyern vom BUND ankommen.” Es scheint ihr Spaß zu machen, immer wieder radikale, fast extremistische Ansichten durchklingen zu lassen und mit ihnen zu kokettieren, ohne klare Worte zu verwenden. Dieses „Stilmittel“ teilt sie mit vielen Rechtsradikalen, und wenn einige von Neubauers Anhängern so weit gingen, tatsächlich eine Pipeline in die Luft zu sprengen, könnte sie sich von der Verantwortung freisprechen, weil ihre Worte natürlich nicht ernst gemeint waren.
Den Bogen überspannt
Ich glaube, Luisa Neubauer sieht ihre (nachhaltig gewonnenen, synthetisch hergestellten) Felle davonschwimmen. Selbst die Grünen erkennen mittlerweile, dass es ihr nicht wirklich um die Rettung des Planeten geht, sondern viel mehr um ihre eigene Selbstinszenierung. Wie viele junge Frauen in den sozialen Medien ist sie auf der Suche nach Aufmerksamkeit, doch statt kurzer Röcke und tiefer Ausschnitte nutzt Frau Neubauer ihre vermeintliche moralische Überlegenheit als Alleinstellungsmerkmal ihrer Selbstdarstellung. Man könnte auch sagen: Klimaschutz, statt Titten.
Wie sehr sie sich vom gesunden Menschenverstand entfernt hat, hat sie auch in Kurt Krömers Podcast „Feelings“ eindrucksvoll bewiesen. Krömer wollte wissen, ob es nicht heuchlerisch sei, Klimaschutz zu predigen und trotzdem mit dem Flieger in den Urlaub zu reisen. Neubauers Antwort: „Besser Doppelmoral als gar keine Moral“. Langstrecken-Luisa machte sich nicht einmal die Mühe, ihre Aussage zu relativieren, weil sie sich der Schamlosigkeit und Dummheit ihrer eigenen Worte längst nicht mehr bewusst ist.
Das Gesetz bin ich
Kürzlich warf sie Habecks Staatssekretär im Wirtschaftsministerium vor, die Grünen würden ihrer Verantwortung, die ökologische Zivilgesellschaft für sich zu gewinnen, nicht ausreichend nachkommen. Der sichtlich genervte Sven Giegold drehte den Spieß um und merkte an, dass in letzter Zeit wenig von den Umweltaktivisten zu hören war und Fridays for Future den grünen Kampf für das Heizungsgesetz nicht aktiv unterstützt hat. Frau Neubauer reagierte wie erwartet trotzig und unintelligent auf den berechtigten Einwand. Es gehöre nicht zu den Aufgaben von „Friday's for Future”, den grünen Wirtschaftsminister zu unterstützen. Mit anderen Worten: Ihre Lieblingspartei hat ihren Befehlen Folge zu leisten, ohne im Gegenzug auch nur ein kleines bisschen Hilfe zu erwarten.
Folgender Auszug aus einem Artikel der Berliner Zeitung, bringt Neubauers Persönlichkeit perfekt auf den Punkt: „Neubauer kommt für das Interview in ein Café in Berlin-Mitte, in dem sie häufiger zu Gast ist. Sie bittet an der Bar darum, die Musik für die Dauer des Gesprächs leiser zu stellen, damit es mitgeschnitten werden kann. Sie kann aber nicht verhindern, dass in der Küche immer wieder laut Schnitzel geklopft werden.”
Jeder anständige Mensch mit einem Funken sozialer Intelligenz würde ein solches Gespräch an einem ruhigen, ungestörten Ort führen; Frau Neubauer zieht es jedoch vor, in einem belebten Café zu palavern und die Welt um sich herum in den Stillstand zu zwingen. Schließlich ist ihre eigene Agenda wichtiger als die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen.
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Ahmet Iscitürk
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