Alle saßen bei ihm auf dem Sofa: Warum ließ man den Kinderporno-Straftäter Mario O. auf Kinder los?
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Alle saßen sie bei ihm auf dem Sofa: von Jan Böhmermann über Heidi Reichinnek bis Ricarda Lang. Mit allen arbeitete er zusammen: Familienministerium, NGOs. Überall war er zu Gast: ZDF bis rbb. Nun kam heraus: Schon seit 2023 ist Mario O., auch bekannt unter dem Travestie-Namen „Jurassica Parka“, wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften verurteilt.
Wie kann es sein, dass der linke Politik-, Medien- und Kulturbetrieb davon nichts wusste? Warum verlangten Veranstalter von „Kinderlesestunden“ mit ihm kein polizeiliches Führungszeugnis?
Die aktuellen Ermittlungen gegen den Travestie-Künstler Mario O., auch bekannt als „Jurassica Parka“, wegen Kinderpornografie dauern noch an. Fest steht jedoch, dass er 2023 schon wegen des Verbreitens kinderpornografischer Schriften vom Berliner Amtsgericht Tiergarten rechtskräftig verurteilt wurde. Seitdem saßen bei ihm in seiner Show „Palette geht immer“ im BKA-Theater in Berlin-Kreuzberg schon Ricarda Lang, Heidi Reichinnek und Jan Böhmermann auf dem Sofa.
Zudem nahm Mario O. 2024 am Travestie-Festival „Queens & Flowers“ im Botanischen Garten Berlin teil. Dort fand auch eine „Lesestunde“ für Kinder statt. Männer lasen den Kindern dort in sexuell aufreizenden Frauenkostümen aus Büchern vor. Der Berliner Senat förderte die Veranstaltung mit 40.000 Euro Steuergeld. NIUS fragte beim Veranstalter „Place2Be Berlin“ an, warum man keine polizeilichen Führungszeugnisse der Beteiligten abfragte, wenn man doch ein Programm extra für Kinder abhielt.

Jan Böhmermann (ZDF) war im Februar 2024 in Mario O.s Show.

Ricarda Lang (Grüne) war im Februar 2025 in Mario O.s Show.

Heidi Reichinnek (Linkspartei) war im Mai 2025 in Mario O.s Show.
Senatsverwaltung stiehlt sich aus der Verantwortung
NIUS fragte auch die Senatsverwaltung, warum man beim Veranstalter nicht um polizeiliche Führungszeugnisse bat. Zudem fragte NIUS, ob man die Veranstaltung in den nächsten Jahren weiterhin in gleicher Weise durchführen beziehungsweise fördern werde. Von „Place2Be Berlin“ erhielt NIUS keine Antwort.
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe brüstet sich zwar auf der Website der Stadt Berlin damit, die Veranstaltung gefördert zu haben. Zudem erklärt man das Event dort zu einem „Highlight des Jahres“. Verantwortung für seine Förderung möchte man aber nicht übernehmen. Das Ressort verweist NIUS darauf, dass man seine Mittel lediglich an die Bezirke überweise, „die über den Einsatz der Mittel und die Durchführung der Veranstaltung(en) entscheiden“.

Für die Stadt Berlin ist die Veranstaltung mit „Lesestunde“ für Kinder und dem Kinderporno-Straftäter Mario O. noch immer ein „Highlight des Jahres“.
Der entsprechende Bezirk wiederum, Berlin Steglitz-Zehlendorf, erklärt gegenüber NIUS, dass die Veranstaltung „mit den Mitteln der Tourismusförderung gefördert und von einer Veranstaltungsagentur durchgeführt“ wurde. In seiner Antwort verwechselt der Bezirk glatt das Jahr 2024 mit dem Jahr 2025 und behauptet zudem, dass Mario O., den man in Anführungszeichen setzt (obwohl sein Name öffentlich bekannt ist), gar nicht auf dem „Queens & Flowers“ aufgetreten wäre: „Nach unseren Informationen trat ‚Mario O.‘ im Jahr 2025 bei der o.g. Veranstaltung nicht auf.“

Jan Böhmermann macht ein Selfie mit Mario O.

Anke Engelke macht ein Selfie mit Mario O.

Kai Wegner (CDU) lässt sich mit Mario O. vor der Currywurst-Bude „Curry 36“ ablichten.

Jan Böhmermann lud Mario O. 2023 ins ZDF in die Koch-Show „Böhmi brutzelt“.

Mario O. ist 2024 in der rbb-Sendung „Der Tag“ zu Gast.

Ricarda Lang (Grüne) lässt sich mit Mario O. ablichten.

Heidi Reichinnek (Linke) macht ein Selfie mit Mario O.
Bezirksverwaltung kann Veranstaltung nicht richtig zuordnen
Über die Förderung des Projekts, das man nicht einmal richtig zuordnen kann, schreibt die Bezirksverwaltung: „Zu gegebener Zeit wird entschieden, ob und in welcher Form die Veranstaltung in 2026 stattfinden wird. Eine Bewertung eines strafrechtlichen Verfahrens kann durch das Bezirksamt nicht erfolgen.“
Zum Zeitpunkt der Veranstaltung im Jahr 2024 im Botanischen Garten Berlin war Mario O. bereits rechtskräftig wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften verurteilt. Dieses Jahr erklärte Berlins „Queerbeauftragter“ Alfonso Pantisano vor der Veranstaltung gegenüber NIUS, nicht die Transvestiten seien eine „Gefahr“ für die Kinder, sondern NIUS. „Place2Be Berlin“ verwehrte NIUS den Zugang zur Veranstaltung, den man ersuchte, um zu berichten, was dort geschieht. Alfonso Pantisano erklärte, es sei „gut“, dass NIUS nicht auf die Veranstaltung gelassen wurde.

Mario O. macht gerne schweinische Fotos.

Mario O. inszeniert sich gern mit Penissen.
Das Kreuzberger BKA-Theater und das Neuköllner Schwulenzentrum, in denen Mario O. über zehn Jahre Shows hatte, antworteten auf eine Anfrage von NIUS, warum man von der Verurteilung Mario O.s nichts wusste, nicht. Auch Ricarda Lang, Heidi Reichinnek und Jan Böhmermann wollten auf die Frage, ob man womöglich deshalb nichts wusste, weil man die gefährlichen Seiten der „Trans“- und „Queer“-Ideologie in der Linken nicht wahrhaben möchte und man die Menschen fälschlicherweise zu Helden erklärt, nicht antworten. Auch als sie bei Mario O. in der Show waren, war dieser bereits verurteilt.
Am 28. Juni 2023 las O. in der in der Anton-Saefkow-Bibliothek in Berlin-Lichtenberg laut Selbstaussage Fünftklässlern aus dem Buch „Was ist eigentlich dieses LGBTIQ*?“ vor. Den Fünftklässlern habe er „über sich als schwulen Mann erzählt, über sich als Drag-Queen, das war ganz ganz toll“, erzählt er in einem Video auf Instagram, das er nach der Lesung machte.
Bei Jan Böhmermann in der Kochsendung „Böhmi brutzelt“ war O. im August 2023 zu Gast. Dort sprach er von einem baldigen Auftritt in einer „Kinderbibliothek“, auf dem er „auch so eine Drag-Lesung“ machen werde. In der Show erklärte er, „als Homosexueller“ habe er „mit Kindern nicht so viele Berührungspunkte“. Zwei Monate später wurde er im Oktober 2023 wegen des Verbreitens kinderpornografischer Schriften verurteilt – die Tat reicht ins Jahr 2021 zurück.
Mario O. machte Werbung für SPD, Familienministerium und linke NGO
Neben einem Auftritt auf einer Wahlkampfveranstaltung für die SPD Berlin im Jahr 2021, machte Mario O. schon Werbung für die steuergeldfinanzierte linke Organisation „HateAid“. Die erhielt seit ihrer Gründung 2018 bis 2024 bereits über 4,7 Millionen Euro Steuergeld. Das Bundesfamilienministerium machte unter Lisa Paus (Grüne) 2024 mit Mario O. Werbung „für queere Sichtbarkeit“. Ebenso 2024 war „Jurassica Parka“ auf Einladung der Deutschen Botschaft in Japan beim CSD in Tokio dabei.

2021 trat Mario O. auf einer Wahlkampfveranstaltung der SPD Berlin auf.

Die ehemalige Berliner SPD-Bürgermeisterin Franziska Giffey ließ sich mit Mario O. ablichten.

Das Familienministerium unter Lisa Paus (Grüne) wirbt mit Mario O. für „queere Sichtbarkeit“.
In dem Werbevideo für die NGO „HateAid“ erklärt Mario O., „Transmenschen“ würden „niemandem etwas wegnehmen“ oder „bedrohen“, sondern „die Gesellschaft bereichern“. Außerdem erklärte er, man solle „lieb zueinander“ sein.
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Jens Winter
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