Weg mit Schwarz-Rot-Gold und unserer Hymne? Linker Bundestags-Vize Bodo Ramelow rüttelt an Deutschlands Symbolen
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Bundestags-Vize Bodo Ramelow (Linke) will eine Debatte über die wichtigsten Symbole Deutschlands – die Nationalflagge und die Nationalhymne – anstoßen und stellt beide zur Disposition. „Ich weiß, dass Schwarz-Rot-Gold die Absage an totalitäre Strukturen ist. Viele fremdeln aber auch mit der Nationalfahne“, sagte der ehemalige Thüringer Ministerpräsident und derzeitige Bundestagsvizepräsident in der Rheinischen Post.
Der Linken-Politiker will eine Abstimmung anstoßen, um die bisherige Flagge und Hymne abzuschaffen und durch neue zu ersetzen – so will er mehr Identifikation von Menschen aus Ostdeutschland erreichen.
„Ich singe die dritte Strophe unserer aktuellen Hymne mit Begeisterung, weil ich sie einordnen kann. Aber ich kenne viele Ostdeutsche, die die Nationalhymne aus vielerlei Gründen nicht mitsingen. Ich würde daher tatsächlich gerne die Kinderhymne von Bertolt Brecht zur Abstimmung stellen. Die Kinderhymne hat einen wunderbaren Text. Über die Passage, dass ein besseres Deutschland blühe, könnten wir Zugang zu einer gesamtdeutschen Hymne finden, die wir alle zusammen mit Freude singen könnten“, sagte Ramelow der Zeitung über die Nationalhymne.
Doch auch an der Flagge – Schwarz-Rot-Gold – hat Ramelow offenbar etwas auszusetzen: „Gleiches gilt für unsere Flagge. Ich weiß, dass Schwarz-Rot-Gold die Absage an totalitäre Strukturen ist. Viele fremdeln aber auch mit der Nationalfahne. Ich würde das alles mit Artikel 146 zur Abstimmung stellen wollen, der ja besagt, dass das Grundgesetz seine Gültigkeit verliert, sobald eine neue Verfassung in Kraft tritt, die vom deutschen Volk in freier Entscheidung beschlossen wurde.“
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