Weidel und Wagenknecht lassen den Osten beben: AfD überall stärkste Kraft, BSW überall zweistellig
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Bei der Europawahl liegt die AfD in den fünf ostdeutschen Bundesländern (ohne Ost-Berlin) mit deutlichem Vorsprung auf Platz 1. Ebenfalls bemerkenswert: Das Bündnis Sahra Wagenknecht erreicht in den Ost-Bundesländern überall den dritten Platz hinter der CDU. Was heißt das für die Landtagswahlen im Herbst?

Die AfD kann über die Ergebnisse im Osten jubeln.
In Sachsen kommt die AfD laut vorläufigem Ergebnis auf 31,8 Prozent. Damit liegt sie mit weitem Vorsprung auf dem ersten Platz, in einigen Wahlkreisen hat die AfD sogar eine absolute Mehrheit von über 50 Prozent. Die CDU erreicht im Freistaat laut vorläufigem Ergebnis 21,8 Prozent. Dahinter folgt das BSW mit 12,6 Prozent auf Platz 3. Die SPD würde es mit ihrem Ergebnis bei der Europawahl (6,9 Prozent) bei der anstehenden sächsischen Landtagswahl ins Parlament schaffen – im Gegensatz zur Linkspartei (4,9 Prozent). Die Grünen kommen laut vorläufigem Endergebnis auf 5,9 Prozent, die Freien Wähler auf 2,4 Prozent und die FDP 2,4 Prozent.

Thüringer Wähler votierten mit 30,7 Prozent für die AfD. Die Union schafft es auf 23,2 Prozent. Das BSW liegt bei 15 Prozent. Auf Platz 4 folgt die SPD mit 8,2 Prozent, dahinter die Linkspartei mit 5,7 Prozent. Die Grünen stürzen auf 4,2 Prozent ab. Damit würden sie es bei der anstehenden Landtagswahl im Herbst genau wie die FDP (2 Prozent) nicht ins Parlament schaffen.
In Brandenburg gehen 27,5 Prozent der Stimmen an die AfD (vorläufiges Ergebnis). Dahinter folgen CDU (18,4 Prozent), BSW (13,8 Prozent) und SPD (13,1 Prozent). Die Grünen kommen lediglich auf 6 Prozent, die Linkspartei auf 4,4 Prozent und die FDP auf 3,2 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD mit 28,3 Prozent vor der Union mit 21,5 Prozent (vorläufiges Ergebnis). Dahinter folgt wie in allen anderen Ost-Bundesländern das BSW mit 16,4 Prozent auf Platz 3. Die SPD erhielt 10,3 Prozent der Stimmen. Linke, Grüne und FDP landen unter 5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag hier bei rund 65 Prozent.

Wagenknecht freute sich.
Auch in Sachsen-Anhalt liegt die AfD nach der Auszählung aller Stimmen laut vorläufigem Ergebnis bei 30,5 Prozent. Damit gewinnt die Partei im Vergleich zur Wahl 2019 rund 10,2 Prozentpunkte. Das BSW liegt hinter der CDU (22,8 Prozent) bei 15,0 Prozent. Die SPD erreicht 8,7 Prozent der Stimmen. Linkspartei, Grüne und FDP liegen unter 5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag in diesem Bundesland bei 60,5 Prozent.
In Sachsen und Thüringen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. Kurze Zeit später ist es auch in Brandenburg so weit (22. September). Die Europawahl galt deshalb als erster Lackmustest für die Ergebnisse im Herbst.
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