Weimer behauptete, „AfD-Kreise“ würden Drohnen über sein Haus fliegen lassen: Innenministerium und LKA liegen „keinerlei Erkenntnisse“ vor
Ein Beitrag von
Wolfram Weimer erzählte bei „ttt – titel, thesen, temperamente“ in der ARD, dass „AfD-Kreise“ Drohnen über sein Haus fliegen lassen würden. Das Bayerische Innenministerium lässt nun auf Anfrage von NIUS ausrichten, dass ihm „keinerlei Erkenntnisse“ hierzu vorliegen.
Als vermeintlichen Beleg dafür, dass die AfD „in aggressiver Weise“ eine „harte Kampagne“ gegen seine Person fahren würde, nannte der Kulturstaatsminister im ttt-Talk der ARD Drohnenflüge über seinem Privathaus beziehungsweise dem Domizil seiner Firma Weimer Media Group.

Wolfram Weimer erklärt bei ttt, er wäre Opfer einer „Kampagne aus dem AfD-Umfeld“.
„Diese AfD-Kreise“, so Weimer, „machen dann kleine Videos und Social-Media-Schnipsel, die gehen an meine Familie, die gehen an die Mitarbeiter des ehemaligen Verlags“. Mit diesem Beispiel wollte Weimer belegen, dass es sich bei der öffentlichen Kritik an seinen geschäftlich-politischen Eskapaden lediglich um einen ihm persönlich geltenden Angriff der AfD handle.

Die AfD-Fraktion hatte im Bundestag kürzlich die Entlassung Weimers beantragt. Der verließ die Debatte zeitig.
Innenministerium und LKA liegen „keinerlei Erkenntnisse“ vor
NIUS fragte bei verschiedenen Behörden an, ob ihnen entsprechende Anzeigen der Familie Weimer bezüglich Belästigungen, wie etwa durch Drohnenflüge, vorliegen, oder ob man in diese Richtung ermittle. Sowohl das Bayerische Innenministerium als auch das Bayerische Landeskriminalamt ließen ausrichten, dass ihnen „keinerlei Erkenntnisse“ hierzu vorliegen würden. Die Rosenheimer Polizei erklärte auf Anfrage zudem, dass ihr keine „Anzeigen zum Nachteil der Familie“ vorliegen.
Auch den Kulturstaatsminister und sein Unternehmen Weimer Media Group fragte NIUS an, ob Weimer beispielsweise Links zu den genannten „Social-Media-Schnipseln“ schicken könne beziehungsweise was er mit „Social-Media-Schnipsel“ konkret meine. Zudem fragte NIUS, von welchem seiner Häuser er sprach – seinem Privathaus oder seiner Firmenadresse. Letztere hatte beispielsweise das ZDF für einen Beitrag mit Drohnen gefilmt.

Für einen Beitrag von „berlin direkt“ ließ das ZDF eine Drohne über den Firmensitz der Weimer Media Group steigen.
„Die Aussagen von Staatsminister Weimer stehen für sich“
Zudem fragte NIUS, woher Weimer wisse, dass AfD-Kreise hinter den vermeintlichen Schnipseln und Drohnenflügen steckten, und ob er den Vorfall zur Anzeige brachte – und wenn nein, warum nicht. Drohnenflüge über Privatgebäuden sind in Deutschland verboten und können als unerlaubter Eingriff in die Privatsphäre gesetzlich verfolgt werden.

Das Bayerische Innenministerium führt keine Ermittlungen.
Der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien ließ ausrichten: „Die Aussagen von Staatsminister Weimer bei TTT stehen für sich und bedürfen keiner weiteren Kommentierung von Seiten BKM.“ In der Sendung selbst hatte Weimer erklärt, dass er auch in der Korruptionsaffäre um ihn keine Aufarbeitung wünsche.
Mehr NIUS: Weimer über Korruptionsskandal: Möchten Sie keine Aufarbeitung, Herr Weimer? – „Nein“
Mehr NIUS:
Alle Linken ganz verzweifelt: NIUS-Kampagne überrollt die BVG
Vorwurf Steuerhinterziehung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Grünen-Chef Felix Banaszak
Warum Friedrich Merz in den eigenen Reihen als „Quassel-Kanzler“ gefürchtet ist
Neues 13-Milliarden-Loch für Klingbeil! Bund muss Arbeitsagentur noch viel mehr Steuergeld zuschießen
Gewerkschaften kündigen Widerstand an: Fliegt Kanzler Friedrich Merz sein Reform-Gipfel um die Ohren?
Correctiv lässt sich von der EU bezahlen, um über die EU zu berichten
IPCC-Skandal – der Mann, der dem Klima-Papst widersprach: „Ich glaube, dass die jüngste Erwärmung wohl auch schon vor 1000 Jahren erreicht wurde“
Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus
Mehr NIUS:
Neues 13-Milliarden-Loch für Klingbeil! Bund muss Arbeitsagentur noch viel mehr Steuergeld zuschießen
Gewerkschaften kündigen Widerstand an: Fliegt Kanzler Friedrich Merz sein Reform-Gipfel um die Ohren?
Correctiv lässt sich von der EU bezahlen, um über die EU zu berichten
IPCC-Skandal – der Mann, der dem Klima-Papst widersprach: „Ich glaube, dass die jüngste Erwärmung wohl auch schon vor 1000 Jahren erreicht wurde“
Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus
Verdi-Chef Frank Werneke: „Der Kanzler hat inhaltlich und im Stil komplett am Saal vorbeigeredet“
„Lügenfritz“ ist strafbar: Bürger muss wegen Merz-Beleidigung zahlen
Tabaksteuer: Lassen sich Kanzler Merz und Finanzminister Klingbeil von Brüssel über den Tisch ziehen?
Jens Winter
Artikel teilen
Kommentare