Weimer nennt Werbung seines eigenen Unternehmens „schlicht eine Lüge“
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Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht mächtig unter Druck. Sein Unternehmen verkauft „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ – darunter Kabinettsmitglieder. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erklärt er nun, die Werbung seines eigenen Unternehmens wäre eine „schlichte Lüge“.
Nun wird es abstrus. Als die FAZ den Kulturstaatsminister ganz direkt fragt: Verkaufen Sie „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“?, erklärt er: „Das ist schlicht eine Lüge, gegen die ich mich juristisch zur Wehr setzen werde.“
Aber: Exakt damit wirbt sein Unternehmen Weimer Media Group für den nächstjährigen Ludwig Erhard Gipfel. Weimer selbst hält fünfzig Prozent der Anteile des Unternehmens. Pakete mit „exklusiven“ Kontakten zu Politikern auf dem Ludwig Erhard Gipfel gibt es für bis zu 80.000 Euro zu kaufen.

Die Weimer Media Group wirbt damit, auf dem Ludwig Erhard Gipfel „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ kaufen zu können.
Engagement in der Politik wäre sogar „Nachteil“
Weimer geht sogar so weit und behauptet, dass seine Nähe zu den Gästen des Ludwig Erhard Gipfels (Thorsten Frei sitzt beispielsweise wie er im Kanzleramt) sogar von Nachteil für die Austragung des Gipfels wäre: „Grundsätzlich ist es eher so, dass mein Engagement in der Politik für den Verlag wirtschaftlich nicht von Vorteil ist.“

Auch Kanzleramstchef Thorsten Frei(CDU, links) ist auf dem Ludwig Erhard Gipfel zu Gast – für bis zu 80.000 verkauft Weimer „politischen Einfluss“ auf ihn.
Gegenüber der Welt erklärt er: Er oder seine Mitarbeiter hätten nicht aktiv geholfen, Teilnehmer für den Ludwig-Erhard-Gipfel 2026 zu gewinnen.
Weimer raunt von einer „orchestrierten Kampagne“ „rechter Netzwerke“
Weinerlich erklärt er in der Welt: „Exakt seit meiner Eröffnungsrede der Buchmesse in Frankfurt greifen rechte Portale wie „Nius“ und „Apollo News“ mich an. Mal wird einem meiner ehemaligen Medien Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen, mal wird die Verlagspreisverleihung verunglimpft. Die rechten Netzwerke orchestrieren jedes Mal Kampagnen, und die AfD politisiert es hernach. Es ist politisch ziemlich durchschaubar.“ Apollo News hatte zuerst darüber berichtet, dass Weimer „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“ verkauft. Mittlerweile haben auch Medien wie die Süddeutsche Zeitung oder Stern die Recherche aufgegriffen.

Selbst der Auftritt von Kanzler Merz auf dem Ludwig Erhard Gipfel 2026 wäre wahrscheinlich, erklärte die Weimer Media Group gegenüber Apollo News.
In der FAZ sagt er: Seit seiner Eröffnungsrede auf der Frankfurter Buchmesse sei der „mediale Sturm ruppig-rechter Portale wie Nius und Apollo News über ihn hereingebrochen“. Und: „Die Rechten setzen gezielte Diffamierung als Waffe der politischen Auseinandersetzung ein“, behauptet Weimer weiter in der Welt.
„Natürlich sind Minister nicht käuflich. Das sind nicht zutreffende Behauptungen“. Gegen die möchte er sich nun sogar juristisch zur Wehr setzen: „Medienanwalt Prof. Christian Schertz ist nun eingeschaltet worden.“
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