Zugriffs-Zahlen enthüllt: Das bringen Migranten-Kontrollen an der Grenze
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Über Monate hatte sich Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) gesträubt, Grenzkontrollen an den Haupt-Asyl-Routen aus Polen und Tschechien kommend einzuführen – zu gering der Nutzen, zu groß die Einschränkung für Pendler, so argumentierte die Ministerin.
Nachdem es inzwischen seit 3 Wochen Kontrollen an den Grenzen zu Polen und Tschechien gibt, zeigen die Zahlen etwas ganz anderes: Die Zahl der Aufgriffe an den Grenzen zu Polen und Tschechien sind eingebrochen. In Brandenburg werden laut Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) nur noch 26 statt zuvor 60 illegale Einreisen festgestellt – in Sachsen ist der Wert von 400 in der letzten Septemberwoche auf 108 Ende Oktober gefallen.

Beamte der Bundespolizei kontrollieren ankommende Fahrzeuge an der deutsch-polnischen Grenze.
Das berichtet Bild. „Wie wirkungsvoll stationäre Grenzkontrollen sind, belegen bereits die ersten Tage des Einsatzes der Bundespolizei. Es geht in der aktuellen Sicherheitslage vor allem darum, wer kommt wann in dieses Land“, sagte der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) zu der Zeitung.

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU)
NIUS war am Donnerstag am Grenzübergang Forst, an dem die A15 nach Polen führt – auch hier ist die Zahl der festgestellten illegalen Grenzübertritte gewaltig zurückgegangen, wie die Beamten berichteten. Im September seien es allein hier noch 2500 gewesen, hieß es. Wie NIUS aus Kreisen der Bundespolizei erfahren hat, haben sich die Migrationsbewegungen weiter nach Süddeutschland verlagert, wo nun vermehrt illegale Einreisen festgestellt werden.
Zusätzlicher Effekt der Grenzkontrollen: Den Beamten gehen immer mehr Schlepper ins Netz, die zum Teil Dutzende Migranten unter lebensgefährlichen Bedingungen über die Grenze schmuggeln wollen.
Flüchtlingsrouten verlagern sich
Doch schon bevor Deutschland stationäre Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien eingeführt hatte, war die Zahl der illegalen Einreisen dort zurückgegangen. Der Grund: Zuvor – seit Anfang Oktober – hatten bereits Polen und Tschechien ihrerseits Grenzkontrollen zur EU-Außengrenze intensiviert, was eine Verlagerung der Migrationsrouten zur Folge hatte.
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