Verbrenner-Aus soll für Deutschland schneller kommen als für andere EU-Länder
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Philippe FischerDas Verbrenner-Aus aus Brüssel ist gekippt, wenn man der Regierung Merz glauben mag. Doch es kommt in abgeänderter Form trotzdem – und für Deutschland greifen die CO2-Regeln härter als für andere EU-Länder. Das berichtet die Bild-Zeitung.
Konkret geht es um die CO2-Ziele. Dort sollen andere EU-Länder mehr Zeit für den Umstieg bekommen als andere. Während Deutschlands Unternehmen ab dem Jahr 2035 nur noch Fahrzeuge ohne CO2-Ausstoß neu zulassen dürfen, gilt für Spanien eine Quote von 66 Prozent. Bulgarien soll sogar nur ein 32-Prozent-Ziel haben. Heißt: Das Verbrenner-Aus bei Flottenfahrzeugen gilt nur für Frankreich, Finnland, Deutschland, Österreich, Schweden, Belgien, Dänemark, Irland, Luxemburg und die Niederlande.
Zuvor werden bereits ab 2030 die Quoten für E-Autos angehoben. So müssen Unternehmen ab 2030 bereits mehr als die Hälfte ihrer Fahrzeuge mit E-Antrieb neu zulassen.
Autohändler sehen Ziel unrealistisch
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert in der europäischen Klimapolitik mehr Realismus. Die bisherige Electric-Only-Strategie der Europäischen Union greife ins Leere, schreibt der Verband in einer Mitteilung. „Unsere Betriebe erleben jeden Tag, wo die europäische Regulierung an der Realität scheitert: bei hohen Ladekosten, fehlender Infrastruktur und Alltagstauglichkeit für Verbraucherinnen und Verbraucher“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „Klimaneutrale Mobilität funktioniert nur, wenn sie für die Menschen bezahlbar, praktikabel und verlässlich ist. Alles andere bleibt Theorie.“
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