Alle Linken ganz verzweifelt: NIUS-Kampagne überrollt die BVG
Ein Beitrag von
NIUS hat etwas völlig Normales gemacht: Werbung geschaltet bei der BVG. Plakate, U-Bahn-Werbung und vor allem ein in den charakteristischen NIUS-Farben gestalteter Doppeldeckerbus der BVG sorgen seitdem für eine Empörungswelle, die in linken Kreisen mittlerweile hysterische Züge annimmt. Was als gewöhnliche Buchung von Werbeflächen begann, wird von zahlreichen Aktivisten, Kommentatoren und vermeintlich besorgten Bürgern als existenzielle Provokation dargestellt.
NIUS wirbt mit dem Satz: „Morgens um 6 schon wissen, was einem abends um 8 verschwiegen wird.“ Der Spruch zielt unverhohlen auf die Tagesschau und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Für Teile der linken Öffentlichkeit ist dies eine unerträgliche Grenzüberschreitung. Der blau lackierte NIUS-Doppeldeckerbus in Berlin gilt vielen als Symbol dafür, dass die BVG „zu weit gegangen“ sei.
Die BVG unter massivem Druck
Die BVG hat in den vergangenen Jahren Diversity-Kampagnen unter ihrem Slogan „weil wir dich lieben“ geschaltet und sich öffentlichkeitswirksam für Vielfalt positioniert. Nun sieht sie sich einem existenziellen Shitstorm ausgesetzt, in dem ihr vorgeworfen wird, durch die Annahme der NIUS-Werbung Partei zu ergreifen. In ihren Stellungnahmen betont das Unternehmen jedoch, dass es als Staatskonzern Werbung nicht je nach Absender ablehnen dürfe und die Vermietung der Werbeflächen an Drittanbieter ausgelagert habe. Ablehnungen seien nur möglich, wenn einzelne Motive gegen Gesetze verstießen, wie bei frauenfeindlichen, sexistischen, sexualisierten oder gewaltverherrlichenden Inhalten. Der Absender selbst könne nicht ausschlaggebend sein, auch wenn dessen Werte nicht mit denen der BVG übereinstimmten.
So weit, so gut. Die steil gehende Community interessiert das wenig. Sie macht die BVG direkt verantwortlich für die Vergabe von Werbeflächen an die „Falschen“.

Die BVG wäscht ihre Hände in Unschuld und verweist darauf, dass man normale Werbekunden nicht einfach ablehnen dürfe.
Aktivisten rufen zu Sabotage und Straftaten auf
Mehrere linke Netzwerke und Initiativen haben die Kampagne zum Anlass genommen, zu direkten Gegenmaßnahmen aufzurufen. Das Edelweiß-Netzwerk, das sich der Bekämpfung „rechter Geschäftsmodelle“ verschrieben hat, veröffentlichte Instagram-Videos, in denen es NIUS den bevorstehenden Bankrott andichtet und die Werbung als „letzten Strohhalm“ eines untergehenden Mediums bezeichnet. Gleichzeitig fordert das Netzwerk auf, die NIUS-Plakate mit eigenen Bannern und Sprüchen zu überkleben. Ein solcher Aufruf stellt nach § 303 StGB eine Aufforderung zur Sachbeschädigung dar.
Die Initiative „Nius raus aus der GSG“ schloss sich dem an. Sie postet Bilder von bereits überklebten oder beschädigten Werbeflächen und präsentiert sich dabei als Nachbarschaftsinitiative. Seit Monaten versucht sie, NIUS aus seinen Redaktionsräumen in Berlin-Kreuzberg zu vertreiben, und setzt dabei Vermieter und Anwohner unter Druck.

Die Initiative „Nius raus aus der GSG“ wähnt sich im Jahr 1933, weil NIUS Werbung bei der BVG macht.
Die Kampagnenorganisation Campact mietete gezielt einen Transporter mit LED-Tafeln, der den BVG-Bussen folgen soll. Damit wolle man eine „ehrliche Werbung“ als Antwort auf die „Desinformationskampagne“ von NIUS präsentieren. Die Campact-Botschaft lautet: „Morgens um 6 schon Lügen & Hetze verbreiten.“ Ob ein solcher Begleitservice den Straßenverkehr gefährdet, wird in den Aufrufen nicht thematisiert. Über die hauseigene Petitionsplattform WeAct startete Campact zudem eine Unterschriftenaktion gegen die BVG. Darin wird NIUS vorgeworfen, auf öffentlichen Flächen prominent gegen deutschen Journalismus und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu hetzen. 130.000 Unterschriften wurden dort bereits angeblich gesammelt.
Ebenfalls aktiv ist die Initiative „Springer raus“. Sie attackiert die BVG mehrfach und unterstellt ihr, durch die NIUS-Werbung queerfeindlich zu handeln. Gleichzeitig wird behauptet, die BVG habe Werbung der eigenen Initiative in der Vergangenheit abgelehnt – NIUS aber zugelassen. Auf den Kanälen der Initiative ist ein durchgestrichenes Springer-Logo zu sehen. Leider das falsche: Das abgebildete Logo gehört nicht dem Axel-Springer-Konzern, sondern dem 184 Jahre alten Springer Wissenschaftsverlag, der mit dem Medienkonzern nicht verbunden ist.

Die Initiative „Springer raus“ attackiert die BVG auf Instagram wegen NIUS. Unten links zu sehen: das durchgestrichene Logo des Wissenschaftsverlags Springer.
Grüne fordern staatliche Regulierung
Die Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus meldete sich ebenfalls zu Wort. Fraktionsvorsitzender Werner Graf forderte in emotionaler Tonlage, ein Staatsunternehmen wie die BVG dürfe keine Werbung für ein „Propagandablättchen“ wie NIUS schalten. Er plädierte für eine staatliche Regulierung der BVG-Werbeflächen und erklärte, „menschen- und demokratiefeindliche Werbung“ habe auf Berliner Straßen keinen Platz.
Der Berliner Radiosender 91.4 Berliner Rundfunk, Marktführer im lokalen Radiomarkt, widmete der Debatte eine eigene Morgensendung. Erboste BVG-Kunden kamen zu Wort und der Radiosender stellte schenkelklopfend die Frage, ob die BVG das Rechtsfahrgebot missverstanden habe. Dass NIUS inzwischen zu einem direkten Konkurrenten des Berliner Rundfunks geworden ist und über DAB+ und online deutschlandweit im Radio zu empfangen ist, verschweigt 91.4 geflissentlich.
Soziale Medien: Boykott, Schwarzfahren und geschichtsvergessene Vergleiche
Auf zahlreichen Accounts in den sozialen Netzwerken wie Reddit, Bluesky, X oder LinkedIn, eskaliert die Empörung weiter. Einige Nutzer rufen zum kompletten Nahverkehr-Boykott in Berlin auf, andere wollen künftig nur noch die S-Bahn nutzen oder zu Fuß gehen – letzteres wurde allerdings flugs als „zu anstrengend“ verworfen. Wieder andere empfehlen das Schwarzfahren. Manche Kommentare ziehen gleich direkte Parallelen zum Dritten Reich und fühlen sich an die Machtergreifung erinnert.
Die Kombination aus optisch markantem Doppeldeckerbus und der direkten Kritik am Lieblingsformat vieler Linker, der Tagesschau, hat offenbar eine kollektive Hysterie ausgelöst. Ein Kommentator auf Reddit notiert resigniert, dass die Plakat-Aktion und der Backlash gegen die BVG enorme Aufmerksamkeit generieren und zwangsläufig zu zusätzlichen Klicks für NIUS führen werde. Ein weiterer Kommentar konstatiert: „Mit diesem Effekt hat Nius erreicht, was es wollte: Die Leute reden darüber, regen sich auf und tragen es somit weiter. Zum Schluss kann Nius seinem Narrativ folgen: Wir werden unterdrückt, es gibt keine Meinungsfreiheit, wir sind die Rebellen und wir kämpfen tapfer gegen den linksversifften Staat.“
Die Reaktionen auf die NIUS-Werbung zeigen: NIUS läge mit der Annahme dieses Narrativs gar nicht so falsch.
Mehr NIUS:
Vorwurf Steuerhinterziehung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Grünen-Chef Felix Banaszak
Warum Friedrich Merz in den eigenen Reihen als „Quassel-Kanzler“ gefürchtet ist
Neues 13-Milliarden-Loch für Klingbeil! Bund muss Arbeitsagentur noch viel mehr Steuergeld zuschießen
Gewerkschaften kündigen Widerstand an: Fliegt Kanzler Friedrich Merz sein Reform-Gipfel um die Ohren?
Correctiv lässt sich von der EU bezahlen, um über die EU zu berichten
IPCC-Skandal – der Mann, der dem Klima-Papst widersprach: „Ich glaube, dass die jüngste Erwärmung wohl auch schon vor 1000 Jahren erreicht wurde“
Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus
Verdi-Chef Frank Werneke: „Der Kanzler hat inhaltlich und im Stil komplett am Saal vorbeigeredet“
Mehr NIUS:
Gewerkschaften kündigen Widerstand an: Fliegt Kanzler Friedrich Merz sein Reform-Gipfel um die Ohren?
Correctiv lässt sich von der EU bezahlen, um über die EU zu berichten
IPCC-Skandal – der Mann, der dem Klima-Papst widersprach: „Ich glaube, dass die jüngste Erwärmung wohl auch schon vor 1000 Jahren erreicht wurde“
Die hartnäckigste Klima-Lüge: 97 Prozent der Wissenschaftler gehen von menschengemachtem Klimawandel aus
Verdi-Chef Frank Werneke: „Der Kanzler hat inhaltlich und im Stil komplett am Saal vorbeigeredet“
„Lügenfritz“ ist strafbar: Bürger muss wegen Merz-Beleidigung zahlen
Tabaksteuer: Lassen sich Kanzler Merz und Finanzminister Klingbeil von Brüssel über den Tisch ziehen?
SPD-Abgeordnete zettelt nächsten Koalitionskrieg an
Florian Morsch
Artikel teilen
Kommentare