Sie ist jetzt Korrespondentin in New York: ZDF-Fälscherin war Chefin von Hamas-Terrorist in Gaza
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Die Affäre um die KI-Videos, die das ZDF in einem Nachrichten-Beitrag des heute-journals verwendete, wird immer brisanter. Denn die Redakteurin des Beitrags, Nicola Albrecht, war vor ihrer jetzigen Station in New York ZDF-Korrespondentin in Potsdam und Tel Aviv. Als Studio-Leiterin in Israel war sie über Jahre direkt verantwortlich für die Zusammenarbeit mit dem Fernsehtechniker Ahmed Abu Mutair, der sich als Hamas-Terrorist entpuppte.
Unter Albrechts Leitung kooperierte das ZDF mit Hamas-Zugführer
2014 übernahm Albrecht die Leitung des ZDF-Studios in Tel Aviv. Genau zu dieser Zeit arbeitete Abu Mutair bereits für die Filmproduktionsfirma Palestine Media Productions. Die Firma war seit 1996 Kooperationspartner des ZDF. Im Herbst 2025 bestätigte sich dann der Verdacht, dass Abu Mutair nicht einfach ein Techniker war, sondern Hamas-Mitglied – ein „platoon commander“, zu Deutsch „Zugführer“. Das heißt: Während Albrecht in Tel Aviv arbeitete, lief über Jahre eine Kooperation, an deren Ende feststeht, dass das ZDF mit einem Hamas-Zugführer zu tun hatte.
Besonders belastend ist dabei, was bereits 2014 öffentlich einsehbar war: Ab dem Jahr, in dem Albrecht ihre Tätigkeit in Tel Aviv aufnahm, lassen sich zahlreiche Bekenntnisse Abu Mutairs zur Hamas in sozialen Netzwerken nachweisen, unter anderem der Hashtag „#Ich_stehe_zur_Hamas“. Dazu kommen lobende Äußerungen über den Hamas-Chef sowie Videos der Qassam-Brigaden, also des bewaffneten Arms der Terrororganisation. Auch Bruder und Cousin posten radikale Aussagen und gedenken verstorbener Islamisten. Trotzdem blieb die ideologische Verortung des Mannes, der im ZDF-Umfeld tätig war, unter Albrechts Zuständigkeit offenbar jahrelang ohne Konsequenzen.
Nach dem Tod des ZDF-Mitarbeiters wird seine Hamas-Mitgliedschaft publik
Öffentlich wird die Dimension des Falls erst nach seinem Tod. Am 19. Oktober 2025 wird Abu Mutair durch eine Rakete des israelischen Militärs getötet. Das ZDF berichtet darüber im heute-journal und fordert Aufklärung seitens der israelischen Armee. Die eigenen Recherchen beim ZDF hätten keine Anhaltspunkte ergeben, dass die Vorwürfe der Israelis, Abu Mutair sei Mitglied der Hamas gewesen, zuträfen. „Uns ist nicht bekannt, dass der getötete PMP-Mitarbeiter oder PMP selbst solche Verbindungen hatte oder hat. Es gab und gibt für solche Verbindungen keinerlei Anzeichen“, sagte das ZDF gegenüber Bild.
„Es sei in der Vergangenheit häufiger so gewesen, dass Israels Armee bei Angriffen auf Journalisten immer wieder behauptet habe, unter den Opfern seien Hamas-Mitglieder“, sagte damals der aus Tel Aviv zugeschaltete ZDF-Korrespondent Thomas Reichart in den Abendnachrichten: „Belege blieb sie immer wieder schuldig.“

Ein Dokument der Qassam-Brigaden belegt Mutairs Tätigkeit als Terrorist.
Eine Woche später veröffentlichen israelische Behörden Ausweisdokumente des Getöteten, samt eines Papiers, das seine Hamas-Mitgliedschaft seit 2009 belegt. Das ZDF hält die Beweise für überzeugend, und beendet die Zusammenarbeit mit Palestine Media Productions. Erst dann zieht der Sender die Reißleine, obwohl die einschlägigen Selbstbekenntnisse ab 2014 auffindbar waren.

Das ZDF räumt ein, dass es mit einem Terroristen kooperiert hat.
Schlüssel nach Gaza
Medienunternehmen dürfen in Gaza nicht ohne Lizenz des von der Hamas geführten Informationszentrums arbeiten; die Vorgaben sind strikt, Kritik an der Terrororganisation ist verboten. Albrecht erlebte diese Logik selbst, als sie in einer Dokumentation die Hamas als „Terrororganisation“ bezeichnete und ihr daraufhin der Zugang nach Gaza verwehrt wurde. Palestine Media Productions sorgte anschließend dafür, dass sie wieder einreisen durfte. Mutairs Arbeitgeber PMP fungierte somit als Schlüssel nach Gaza.
Das ZDF behauptet, den Fall Abu Mutair intern aufgearbeitet zu haben. Doch nun steht Nicola Albrecht erneut im Zentrum eines Skandals, diesmal wegen eines Beitrags, in dem das heute-journal ein KI-Video verwendet hat, um gegen die Methoden der US-amerikanischen Abschiebebehörde ICE zu agitieren. Der Eindruck, der sich aufdrängt, ist nicht der eines einmaligen Ausrutschers, sondern eines Fehler-Musters: erst eine jahrelange Zusammenarbeit unter Albrechts Zuständigkeit mit einem Mann, der laut später veröffentlichten Dokumenten Hamas-Zugführer war, und jetzt ein weiterer Fall, in dem unter ihrer redaktionellen Verantwortung manipuliertes Material in einem Nachrichten-Beitrag landet.
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