„Eine ideologische, linksextreme Richtung“: Eltern wehren sich gegen die Gewaltaufrufe eines Antifa-Lehrers
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Nachdem NIUS bereits im vergangenen November über einen Gymnasiallehrer im niedersächsischen Walsrode berichtet hatte, der vor der AfD warnte und zu Gewalt aufrief, regt sich mittlerweile auch bei Eltern und Lehrern der Widerstand. Bei NIUS sprechen nun exklusiv zwei Väter über die Vorgänge an der Schule. Auch der niedersächsische Landtag beschäftigt sich erneut mit dem Fall: Schon bald soll dazu eine Unterrichtung im Kultusausschuss stattfinden.
„Nazis aufs Maul – da wird nicht diskutiert“, schrieb der Politiklehrer Oliver K. auf Instagram, mit Hinweis auf den Song „Kniescheibe“, den er mit seiner Band „Proto Planet“ zuletzt veröffentlichte. Auf dem dazugehörigen Cover zeigt er sich in Antifa-Manier fast gänzlich vermummt. Mit seinen Inhalten trat K. bereits vor Schülern auf.
Auch über einschüchternde Hausbesuche singt der Lehrer: „Nazis raus, Mann, und holt endlich die Fachkräfte aus dem Ausland. Er postet Hass im Netz unter seinem Klarnamen, und wundert sich, während wir gerade zu seinem Haus fahren.“ Herb, aber: Der Widerstand gegen sein Auftreten wächst.

Das Cover von „Proto Planet“, bei K. handelt es sich um den in Blau Vermummten.
Nach der Berichterstattung von NIUS wurden mehrere Eltern auf die Auftritte und Äußerungen des Lehrers aufmerksam – und schließlich gegen den Lehrer aktiv. Gegenüber NIUS schildern zwei Väter ihre Beweggründe und erheben weitere Vorwürfe gegen K.
Einer von ihnen ist Thorsten Schimpff. Nachdem er das Social-Media-Profil des Lehrers im Herbst vergangenen Jahres entdeckt hatte, sei er aufgrund der Gewaltaufrufe zunächst ungläubig gewesen. Er habe als Jugendlicher dieselbe Schule besucht, habe dort sogar Unterricht bei Lehrern genossen, die sich parteipolitisch engagierten – jedoch hätten diese ihre politischen Ansichten nicht unter den Schülern verbreitet.
30 Unterschriften gegen den Lehrer
Bei K. sei das anders: „Durch seine sozialen Medien sind seine Schüler darüber natürlich informiert.“ Schimpff habe dann einen Brief an die Schule geschrieben, woraufhin ihm der Schulleiter antwortete, er habe seine Anfrage weitergeleitet. Eine weitere Antwort erreichte ihn daraufhin nicht mehr. Er ist sich sicher: „Was wäre denn, wenn da einer in der Schule zur Gewalt gegen die Grünen aufgerufen hätte? Ich glaube, dann hätten wir eine ganz andere Situation, dann würde das heute Abend in den Nachrichten sein.“
Da niemand reagierte, suchte er sich Mitstreiter. Für ihn war klar: „Es wird bestimmt kein Lehrer an der Schule meines Sohnes die Möglichkeit bekommen, zu irgendeiner Gewalt aufzurufen.“ Kurzerhand sammelte er insgesamt 30 Unterschriften gegen den Lehrer und richtete erneut ein Schreiben an die Schule. Fast alle der Unterzeichner seien Eltern, allerdings befinde sich auch ein Lehrer der Schule darunter. Zwei weitere Lehrer hätten ihre Unterschrift aus Angst vor Repressalien nicht gesetzt – dabei ließ er die Liste bereits anwaltlich unter Verschluss nehmen.

Am Gymnasium in Walsrode unterrichtet der offen linke Lehrer ausgerechnet Politik.
Einer von Schimpffs Mitstreitern möchte nur anonym über die Situation an der Schule sprechen, auch er hat ein Kind, das das Gymnasium Walsrode besucht. Er verweist auf die Neutralitätspflicht von Lehrkräften, sieht diese jedoch bei K. verletzt: „Wir wissen, dass er dem absolut nicht nachkommt, auch in seinem Politikunterricht nicht.“
Nach seiner Einschätzung hätte das Verhalten des Lehrers bereits erste Auswirkungen an der Schule gezeigt. So hätten Schüler Plakate aufgehängt, die dem linksextremen Spektrum zuzuordnen gewesen seien und zuvor nicht mit der Schulleitung abgestimmt worden seien. Auch berichtet er, K. habe Schülern Anweisungen gegeben, den Unterricht anderer Lehrkräfte zu stören und diesen „das Leben schwer zu machen“. Konkrete Belege für diese Vorwürfe kann er jedoch nicht vorlegen.
Vorwürfe erheben allerdings nicht nur die Unterzeichner von Schimpffs Schreiben, sondern erneut auch die AfD-Landtagsfraktion in Niedersachsen. Schon im Oktober stellten die beiden Abgeordneten Alfred Dannenberg und Harm Rykena eine kleine Anfrage an die niedersächsische Landesregierung und wollten dabei wissen, ob der besagte Lehrer sich aus Sicht der Regierung korrekt verhalte. Quittiert wurde die Anfrage mit einer weitgehenden Nichtbeantwortung. Fragen zum Neutralitätsgebot wurden ausgespart, ebenso wie zum Gewaltverzicht und zur Loyalität gegenüber dem Staat.
Möchte die Landesregierung einen linksextremen Lehrer schützen?
Anfang des Jahres hat die Fraktion daher eine vertrauliche Unterrichtung im Kulturausschuss beantragt, der mehrheitlich zugestimmt wurde. „Jedoch ist diese Unterrichtung bis heute nicht erfolgt und Stand heute auch nicht terminiert“, berichtet Dannenberg. Er frage sich, „ob die rot-grüne Landesregierung hier einen Lehrer schützen möchte, bei dem ich mich wirklich frage, ob dies ein gewaltverherrlichender Linksradikaler im Schuldienst ist?“ „Trotz Elternbeschwerden“, so Dannenberg, „scheint hier überhaupt nichts unternommen zu werden“. Dabei ist er sich sicher: „Dieser Lehrer hat eindeutig Grenzen überschritten!“

Alfred Dannenberg möchte mit seiner Fraktion weiter gegen das Verhalten des Lehrers vorgehen.
NIUS hat die Schule zu den neuen Vorwürfen angefragt, eine Beantwortung steht noch aus.
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Eric Steinberg
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