Kai Wegner finanziert Diskussion über „Planwirtschaft“ als „Alternative zum Kapitalismus“
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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Roter Mai“ fragt das vom Berliner Senat finanzierte Literaturforum im Brecht-Haus, ob „Planwirtschaft“ eine „Alternative zum Kapitalismus“ sein kann. Der Kurator Sebastian Friedrich ist ein Mitarbeiter von Anja Reschkes NDR-Sendung „Panorama“.
Sonderlich viel Mühe gibt sich das Berliner Literaturforum im Brecht-Haus nicht, politische Neutralität zu simulieren. Im Mai veranstaltet das Haus eine dreitägige Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Roter Mai“. Der Berliner Senat fördert das Literaturhaus dieses Jahr mit 793.450 Euro Steuergeld.
Laut Ankündigungstext werden die Gäste auf einem Podium darüber diskutieren, ob eine „demokratische Planwirtschaft“ eine „Alternative zum Kapitalismus“ sein könnte. Ein anderes Podium beschäftigt sich mit der „Macht der Ökonomen“, die man als „Köpfe hinter dem Kapitalismus“ beschreibt.
Ökonomen wären so mächtig, heißt es, dass sie sogar „Einfluss bis in unsere Privatsphäre“ haben. Selbst „unser Match auf der Dating App“ würden sie „bestimmen“. Ökonomen würden eine „Lehre“ vertreten, „die kein Konzept von Moral oder Gerechtigkeit kennt“. NIUS fragte beim Brecht-Haus an, an welche ökonomische Lehre man hier denke. Das Haus ließ die Anfrage unbeantwortet.

Vom Dorotheenstädtischen Friedhof blickt man auf das Brecht-Haus.
NDR-Mitarbeiter kuratiert die Veranstaltung
Besonders brisant: Kurator der dreitägigen Reihe ist mit Sebastian Friedrich ein Mitarbeiter des NDR. Er arbeitet laut Selbstaussage für die von Anja Reschke moderierte Sendung „Panorama“. Reschke ist beim NDR als linke Hardlinerin bekannt. Sie war maßgeblich an der senderinternen Kampagne gegen die konservative Moderatorin Julia Ruhs beteiligt, weil diese in ihrem Format „Klar“ über die negativen Folgen der Migration berichtet hatte.
Als Medienpartner des „Roten Mai“ fungiert das sozialistische Jacobin-Magazin. Die 2020 von der jetzigen Linken-Chefin Ines Schwerdtner gegründete Zeitschrift gilt bis heute als Sprachrohr ihres Flügels, der die Linkspartei zu einer „Kaderpartei“ umbauen möchte. In Artikeln des Magazins heißt es hierzu, dass man „keine Angst vor Kaderbildung“ haben soll.

Sebastian Friedrich diskutiert 2023 mit der jetzigen Linken-Chefin Ines Schwerdtner im Brecht-Haus.
Welches steuerfinanzierte Honorar man Friedrich für die Kuration zahlt, möchte das Brecht-Haus auf Anfrage nicht sagen. Dieses Jahr moderiert er am Haus zudem gemeinsam einem Mitarbeiter des Deutschlandfunks eine Veranstaltungsreihe zur „Neuen Rechten“. Auf dem ersten Podium hierzu ging es gleich um NIUS, die CDU, Schnellroda, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und die AfD.
Im Brecht-Haus ging's um NIUS:
NIUS fragte beim Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) an, warum die Allgemeinheit Veranstaltungen wie den „Roten Mai“ finanzieren muss. Kai Wegner ließ die Anfrage unbeantwortet.
Mehr NIUS: „Auch das Sprengen von Leitungen könnte dazugehören“: Berliner Senat finanzierte Klimaterror-Propaganda
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