Wegen Haltung zum Nahost-Konflikt: Streit unter Linken eskaliert in Berlin-Hellersdorf
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Anfang Juli prügelten sich in Berlin-Hellersdorf rivalisierende linke Gruppen. Die Polizei sprach von einer Auseinandersetzung mit Holzlatten, Baustellenabsperrungen und Feuerlöschern. Ein RBB-Bericht beleuchtet nun, welcher Konflikt für die Keilerei sorgte: Es ging um die Frage, ob man in einem linken Hausprojekt Hamas-Symbole sprühen und den Massenmord vom 7. Oktober 2023 als „Widerstand“ feiern darf.
In Berlins nordöstlichem Bezirk Marzahn-Hellersdorf treffen viele Widersprüche aufeinander. Bürgerliche Einfamilienhäuser grenzen an Plattenbauten, die AfD gewinnt die letzten Wahlen, und die Linke ist dort so stark wie SPD, Grüne und FDP zusammen. Nun ist der Bezirk um eine weitere Kontroverse reicher: Linke Gruppen kämpften in einem autonomen Zentrum namens „La Casa“ um die Deutungshoheit – auf Seiten Israels oder auf Seiten des Hamas-Terrors.
Was steckt hinter „La Casa“?
„La Casa“ wirbt auf Instagram mit „Konzerten, Partys, Infoveranstaltungen“. Konkret: Workshops gegen Rechts, Antifa-Filmabende und Diskussionen über „Männlichkeitspolitiken von Rechts“. Das Haus versteht sich ferner als „Schutzraum“ für Queere und Migranten und bietet Unterkünfte – auch für Menschen aus der islamischen Welt. So weit, so normal. Bis die Frage aufkam, wie man mit dem Terrorangriff der Hamas umzugehen hat.

Im Berliner „Jugendzentrum“ La Casa eskaliert der Nahost-Streit mit Baseballschlägern, Hamas-Symbolen und Belagerung.
Hamas-Symbolik im Treppenhaus
Der Konflikt entbrannte laut einem RBB-Bericht, nachdem ein neuer Bewohner ein rotes Dreieck ins Treppenhaus sprühte: das einschlägige Symbol, mit dem die Hamas ihre Anschlagsziele kennzeichnet. An der Fassade prangte die pro-palästinensische Parole „Glory to the resistance“. Während die einen Linken die Schmierereien als „Palästina-Solidarität“ verstanden, sahen die anderen darin unverhohlenen Antisemitismus und eine Verherrlichung des Massenmords an 1.200 Menschen.

Im „La Casa“ werden Graffiti-Kurse gegen Rassismus angeboten. Jetzt kam es durch Pro-Hamas-Graffitis zum Streit.
Baseballschläger als Argumentationshilfe
Die eine linke Gruppe handelte offenbar prompt. Am Vormittag des 4. Juli tauchten etwa 15 Personen auf, räumten die Sachen des beschuldigten Sprayers aus dem Haus und setzten andere Gäste vor die Tür. Daraufhin belagerte die Gegenseite das Gebäude. Ausgetragen wurde der Konflikt mit Baseballschlägern, Teleskopschlagstöcken und Pfefferspray. Steine flogen, Menschen wurden verletzt. Die Polizei beendete die Schlägerei mit 29 vorläufigen Festnahmen und ermittelt wegen Landfriedensbruchs.
In den Tagen danach wurden weitere Ausschreitungen befürchtet – bislang blieb es jedoch ruhig.
Dennoch: Was in Hellersdorf passiert ist, ist nicht nur eine Rauferei unter linken Gesinnungsgenossen, sondern der offene Beweis, dass Teile der linken Szene den Massenmord des 7. Oktober recht nonchalant für ihre Zwecke einordnen und ihren Judenhass als „Widerstand“ umetikettiert haben. Juden sind in Berlin mittlerweile einem deutlichen antisemitischen Umfeld ausgesetzt. NIUS recherchierte in der Vergangenheit zahlreiche Beispiele, von kleinen Vorfällen bis zu großen Skandalen: Auf einem Islamisten-Fest für Kinder in Berlin wurde voriges Jahr zur Auslöschung Israels aufgerufen und im Oktober wurde ein Restaurantbesucher wegen eines T-Shirts mit hebräischer Schrift aus einer Berliner Kneipe geworfen. Berlin kristallisiert sich als Zentrum des deutschen Islamogauchisme heraus, die Präsidentin der angesehenen TU Berlin positionierte sich mit antisemitischer Propaganda. Auch finanzierte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner Islamismus und Judenhass mit Steuergeld.
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