Merz gratuliert Muslimen zum Ramadan, aber Christen nicht zur Fastenzeit
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- Kanzler Friedrich Merz wünscht Muslimen öffentlich „Ramadan Mubarak“.
- Zeitgleich beginnt am Aschermittwoch die christliche Fastenzeit.
- Keine öffentliche Botschaft des Kanzlers an rund 43 Millionen Christen in Deutschland.
Für Christen beginnt am heutigen Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit. Am selben Abend startet für Muslime der Ramadan. Anlässlich des Beginns des muslimischen Fastenmonats wünscht der Bundeskanzler Friedrich Merz auf seinem offiziellen Account bei Instagram: „Für den Ramadan eine friedliche Zeit. Ramadan Mubarak!“
„Unsere freiheitliche Gesellschaft ruht auf der Toleranz“
Merz beginnt seine Mitteilung an die Muslime dieses Landes: „Unsere freiheitliche Gesellschaft ruht auf der Toleranz. Sie lebt von Offenheit und echter Neugier für den Anderen. Ramadan schafft dafür einen festlichen Rahmen über Kulturgrenzen hinweg. In diesem Miteinander entsteht die Kraft, die unser Land in Zeiten der Bewährung braucht. Als Bundesregierung tragen wir Sorge dafür, dass in Deutschland alle Menschen sich frei entfalten und in Sicherheit leben können – unabhängig von Glauben und Herkunft.“
Doch während Millionen Muslime angesprochen werden, bleibt es für Christen seitens des Kanzlers still. Kein Wort zum Aschermittwoch. Keine guten Wünsche zum Beginn der Fastenzeit. Kein vergleichbarer Post. Dabei beginnt heute auch für Christen eine der wichtigsten Phasen ihres Kirchenjahres.
Die christliche Fastenzeit dauert 40 Tage und endet an Ostern. Traditionell ist sie eine Zeit des Verzichts und der inneren Einkehr. Historisch erinnern diese 40 Tage an das Fasten Jesu in der Wüste. Die Fastenzeit ist fest verankert in der christlichen Tradition Europas. In Deutschland leben rund 43 Millionen Christen und stellen damit weiterhin die größte religiöse Gruppe des Landes dar.
Besonders in einem Land, in dem das Christentum auch weiterhin tief verwurzelt ist, wäre ein Zeichen der Anerkennung durch den Bundeskanzler für Millionen Gläubige sicherlich ein schönes Zeichen gewesen. Aber immerhin: Merz wünschte den Menschen in China am Dienstag auf X ein frohes Frühlingsfest und ein glückliches neues Jahr.
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