Public Viewing zur WM 2026 auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg wegen Sicherheitskosten abgesagt
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Wegen massiv gestiegener Sicherheitskosten wird es zur WM 2026 kein Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld geben. Veranstalter Uwe Bergmann sagte das geplante Fanfest in Hamburg ab, berichten das Hamburger Abendblatt und der NDR.
Gegenüber dem Abendblatt erklärte Bergmann: „Es wird dieses Jahr von uns kein Fanfest in Hamburg zur WM 2026 geben. Wir hatten gehofft, wieder eine tolle Veranstaltung auf die Beine zu stellen, aber ich musste mir eingestehen, dass es dieses Jahr nicht darstellbar ist. Ich wüsste nicht, wie wir es hätten hinbekommen können.“
Kosten für Sicherheit und Technik explodieren
„Die Kosten für eine solche Veranstaltung sind wahnsinnig hoch geworden: Das fängt bei der Nutzung des Heiligengeistfeldes an, dann haben wir immens hohe Sicherheitskosten und die Technik ist wahnsinnig teuer. Das kostet alles viel Geld und das kann man nicht mehr durch den Verkauf von Getränken reinholen“, so Bergmann gegenüber dem NDR. Er habe versucht, zusätzliche Finanzierung zu organisieren, am Ende jedoch keinen Sponsor gefunden.
Rund 400.000 Euro hätte die fünfwöchige Veranstaltung gekostet. „Das wäre ein Fanfest für 20.000 Menschen gewesen. Ich hatte gehofft, dass sich auch durch die Berichterstattung im Abendblatt ein Sponsor meldet. Doch dem war leider nicht so. Und allein hätten wir es niemals finanziert bekommen“, erklärt Bergmann dem Abendblatt.

Veranstalter Uwe Bergmann beim Aufbau des Public Viewing zur EM 2024
Hinzu kommen organisatorische Probleme rund um den WM-Kalender. Weil das Turnier mit 48 Teams und über fünf Wochen läuft, fällt die Finalwoche in die Zeit, in der auf dem Heiligengeistfeld bereits der Sommerdom vorbereitet wird. Eine Durchführung parallel zu den Aufbauarbeiten sei damit praktisch nicht möglich.
Lärmschutz belastet zusätzlich
Auch die Anstoßzeiten sind aus Sicht des Veranstalters ein weiterer Nachteil. Durch die Austragung in den USA, Mexiko und Kanada beginnen viele Spiele in Deutschland erst spät. Unter der Woche rechne er dann mit weniger Publikum und damit mit geringeren Einnahmen. Zusätzlich werde der Lärmschutz bei Spielen in der Nacht noch schwieriger als ohnehin schon.
„In Bezug auf Lärmschutz geht das natürlich in Eppendorf nicht, aber es wäre auch ohne Sponsor schlicht nicht zu refinanzieren gewesen. So viel saufen die Leute auch wieder nicht. Allein die Technik mit den großen Leinwänden und die Kosten für die Sicherheit sind richtig teuer“, so Bergmann im Abendblatt.
Veranstalter bleibt optimistisch
Ein dauerhaftes Aus für das Fanfest sieht Bergmann dennoch nicht. Für die Europameisterschaft 2028 hofft er nach eigenen Worten auf bessere Bedingungen und darauf, wieder ein Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld umsetzen zu können.
„Ich bin süchtig nach dieser Veranstaltung. Es war immer so schön zu sehen, wie Fans unterschiedlichster Nationen gemeinsam eine schöne Zeit hatten. Public Viewing ist ja fast ein Kulturgut. Daher tut es mir wirklich weh, dass es dieses Jahr ausfallen wird“, so Bergmann im Abendblatt.
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