Was Sebastian Krumbiegel und ARD und ZDF nicht wissen: Kein Demokrat kann Antifa sein
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Sebastian Krumbiegel ist Antifa und stolz drauf. Der Sänger der Band „Die Prinzen“ will die erste Reihe im Kampf gegen Rechts besetzen. Der Leipziger hat die Popmusik um unvergessliche Ohrwürmer bereichert.
Seit Jahren aber tritt er als Antifaschist mit der Lizenz zum Keilen auf. In dieser Rolle gewähren ARD und ZDF ihm jede Bühne. Generell herrscht dort an Antifa-PR kein Mangel. Auch ein Blick zum Hessischen Rundfunk belegt: So links können Positionen gar nicht sein, dass die Beitragsmedien nicht für sie trommelten. ZDF und ARD spielen mit im Team Antifa.
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Gegen Rechtsaußen anstinken
Ein Demokrat kann weder Faschist noch Kommunist sein. In diesem Sinn sind Antikommunismus und Antifaschismus tragende Säulen der Demokratie. Die Antifa ist aber kein Sammelbecken aller Demokraten, die sich – zu Recht – gegen Faschismus wenden. Die Antifa besteht aus linksradikalen Straßenkämpfern mit einem ungeklärten Verhältnis zur Gewalt. Sebastian Krumbiegel ist sich für solche Feinheiten zu schade. Er will, wie er sagt, gegen Rechtsaußen anstinken.
Nun befindet sich Rechtsaußen aber nicht unbedingt dort, wo linke Haltungshelden wie Krumbiegel es vermuten. Und in einer Demokratie ist Rechtsaußen ebenso legitim wie Linksaußen – es darf nur nicht in Extremismus abgleiten. Dennoch wird Krumbiegel wild, als ihn jemand bei seiner Antifa-Ehre packt. Ein Anrufer im ZDF-Vormittagsmagazin „Volle Kanne“ verbittet sich von Krumbiegel „Antifa-Parolen“. Da ist Anrufer Mirko aber an den Falschen geraten.
Ja, Herr Krumbiegel, jeder Demokrat sollte Antifaschist sein. Aber kein Demokrat darf Antifa sein. An diesem Unterschied hängt die ganze Frage, ob wir uns in einer freiheitlichen Demokratie befinden oder in einer linken Gesinnungsrepublik. Krumbiegel tendiert offenbar zu Letzterem.
Der Hessische Rundfunk trommelt für Correctiv
Mit dieser Haltung ist er bei ZDF und ARD gut aufgehoben. Über eine Viertelstunde warb der Hessische Rundfunk unlängst für ein linkes Benefizkonzert. Dort wurden Spenden eingesammelt für die linke Geschichtenfabrik Correctiv und für eine hessische Flüchtlingshilfe.
Damit können, wie ein Initiator des Konzerts im Hessischen Rundfunk mitteilte, „drohende Abschiebungen“ verhindert werden. Der Vollzug des Rechtsstaats soll also mit den Erlösen aus dem vom Hessischen Rundfunk beworbenen Benefizkonzert erschwert werden.
Oh, diese rechtslastigen Tendenzen!
Der Hessische Rundfunk verbreitet auch gern den Spendenaufruf für die blamierte Correctiv-Manufaktur. Es müsse schließlich gegen „rechtslastige Tendenzen“ eingeschritten werden – sagt ein Vertreter des linken Benefizkonzerts unwidersprochen.
Nein, Hessischer Rundfunk. Nein, Herr stellvertretender Chorvorsitzender Bernd Jungmann aus Marburg: Vom Potsdamer Bären, den Correctiv uns aufbinden wollte, blieb kaum etwas zurück. Und wäre es je denkbar, dass beim HR eine Viertelstunde lang für Spenden gegen „linkslastige Tendenzen“ geworben wird? Oder dass im ZDF ein Sänger zum gemeinsamen Kampf gegen den Kommunismus aufruft und einen linken Anrufer zurechtweist? Natürlich nicht.
Und deshalb, genau deshalb, sind ZDF und ARD keine Stützen der Demokratie.
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Alexander Kissler
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