50 Jahre Überschall: Concorde – der Traum vom Fliegen
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Der Name genügt, um schneller zu atmen. Concorde, der Traum vom Fliegen in neuer, schneller Art – mit Überschall. Genau 50 Jahre ist es her, dass dieser erste Mach-2-Vogel (ein Mach sind 1000 Stundenkilometer) mit Passagieren in den Himmel aufstieg – am 21. Januar 1976. British Airways und Air France starteten gleichzeitig ihre Concordes von London nach Bahrain und von Paris nach Rio de Janeiro.
Die Concorde flog von Paris nach New York in etwa dreieinhalb Stunden. Sie erreichte die doppelte Schallgeschwindigkeit und flog mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 1700 Kilometern pro Stunde, ihre maximale Geschwindigkeit lag bei 2405 Stundenkilometern. Sie unterflog die Strecke in weniger als der Hälfte der Zeit normaler Flugzeuge, der schnellste Concorde-Flug dauerte auf dieser Strecke unter drei Stunden.

Royal Mail hat eine Serie von 12 Briefmarken herausgegeben, um das 50. Jubiläum des ersten kommerziellen Flugs der Concorde im Jahr 1976 zu feiern.
7000 Dollar für einen Flug von Paris nach New York
Wir können die Welt der Concorde noch heute erleben – auf YouTube. 7000 Dollar für Hin- und Rückflug. Champagner und Kaviar inklusive. Kein Problem für die exklusiven Passagiere. Königin Elizabeth, Paul McCartney, Mick Jagger, Claudia Schiffer, Henry Kissinger, Tony Blair, Fidel Castro, Heidi Klum, Sting, Wirtschaftsbosse und Staatenlenker. Menschen, die einmal im Leben Concorde fliegen wollten. Oft herrschte an Bord eine familiäre Stimmung, bei der Künstler wie Paul McCartney die Passagiere unterhielten oder Sting Champagner ausschenkte.
Flug in 18 Kilometern Höhe – die Erdkrümmung war zu sehen
Ihr Design, geprägt durch schlanke Deltaflügel und eine absenkbare Nase für bessere Sicht, sowie die enorme Flughöhe von 18 Kilometern (knapp unterhalb der Stratosphäre) machten die Concorde zum schnellsten und exklusivsten Passagierjet der Geschichte. Die Passagiere konnten die Erdkrümmung sehen. Die Concorde hatte etwas Magisches. Wenn sie abhob, vibrierte alles. Sie war die Königin der Lüfte. Insgesamt 2,5 Millionen Passagiere flogen mit der Concorde im Liniendienst.

Undatiertes, von den National Museums Scotland herausgegebenes Handout-Foto von Gepäckanhängern, die für den ersten British Airways Concorde-Flug ausgegeben wurden.
Die Concorde galt als sicherstes Flugzeug ihrer Zeit. Kein anderer Jet wurde so oft kontrolliert wie die Concorde. Am 25. Juli 2000 verunglückte eine Concorde der Air France kurz nach dem Start. Alle 113 Passagiere und Besatzungsangehörigen kamen ums Leben. Der Unfall war eine Verkettung unglücklicher Umstände und hatte eigentlich nichts mit der Qualität des Flugzeuges zu tun. Trotzdem wurde die Concorde im Jahr 2003 aus dem Verkehr gezogen – der Traum vom Fliegen in Überschallgeschwindigkeit war endgültig vorbei.
War die Concorde ein Flugzeug für den gesunden Menschenverstand? Bestimmt nicht. Sie war teuer in der Produktion, teuer im Spritverbrauch, sie war laut, ihre Kabinen waren eng, ihre Tickets teuer. Und dennoch: Der Name Concorde genügt, um die Herzen von Flugzeugfans höher schlagen zu lassen – auch heute noch.
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