„Dann muss er sich einen neuen Job suchen“ – BSW-Ultimatum an Mario Voigt
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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt will den Entzug seines Doktortitels nicht hinnehmen. Doch der zuständige Fakultätsrat der TU Chemnitz stimmte eindeutig für den Entzug. Der Koalitionspartner BSW warnt nun: Sollte sich der Plagiatsverdacht auch vor Gericht bestätigten, wäre Voigt als Ministerpräsident nicht mehr tragbar.
Der BSW-Bundesvorsitzende Fabio De Masi hat Thüringens Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) aufgefordert, Zweifel an seiner Dissertation auszuräumen. „Eine plagiierte Doktorarbeit von Ministerpräsident und Professor Voigt wäre nicht hinnehmbar!“, teilte De Masi mit. Dem Thüringer Regierungschef stehe der Rechtsweg offen und man müsse den Ausgang des Verfahrens abwarten. „Allerdings ist er aufgefordert, jeden Zweifel an seiner wissenschaftlichen Redlichkeit aus der Welt zu schaffen“, so de Masi.

Wagenknechts Genosse Fabio De Masi
Job des Ministerpräsidenten Voigt gefährdet
Damit stellt der BSW-Chef klar, dass für eine gesunde Brombeer-Koalition schnell Klarheit in der Sache herrschen muss. Voigt hatte am Mittwoch über die Thüringer Staatskanzlei bekanntgeben lassen, dass die Technische Universität Chemnitz ihm seinen Doktorgrad entzieht. Die Prüfung hatte die Hochschule angestoßen, nachdem sie von Plagiatsjäger Stefan Weber auf mögliche Mängel in Voigts Arbeit hingewiesen worden war.

In der Vergangenheit haben schon einige CDU-Funktionäre ihre Posten wegen ihrer plagiierten Doktorarbeiten räumen müssen. Mario Voigt glaubt an die Richtigkeit seiner Arbeit und will vor Gericht weiter kämpfen.
Voigt sieht den Kern seiner wissenschaftlichen Arbeit intakt und hat angekündigt, gegen die Entscheidung der Uni zu klagen. Plagiatsjäger Weber sieht hingegen an mehreren Stellen, dass dreist von Wikipedia abgeschrieben worden sei. Die TU Chemnitz teilte mit, dass die Entscheidung im zuständigen erweiterten Fakultätsrat einstimmig getroffen worden sei. Man habe sich mit allen vorliegenden Informationen intensiv auseinandergesetzt.
De Masi forderte, die Thüringer Staatskanzlei dürfe keinen Druck auf die TU Chemnitz und deren wissenschaftliche Gremien ausüben „oder für die privaten Themen von Herrn Voigt eingespannt werden!“ Voigt führt in Thüringen die bisher bundesweit einzige Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD.
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