Massenmigration in die EU erreicht Höchststand, aber die Mehrheit der Europäer ist dagegen
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Immer mehr Europäern bereitet die Veränderung ihrer Kultur und durch Einwanderung entstandene oder verschärfte Probleme große Sorgen. Das zeigen Umfragen in allen Ländern, die stark von Migration aus nicht-westlichen Ländern betroffen sind. Wo die Politik diese Menschen nicht ernst nimmt, profitieren einwanderungskritische Parteien davon.
Vor wenigen Tagen meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass inzwischen 64,2 Millionen Migranten in Europa leben – ein Höchststand, der den meisten Einheimischen Sorgen bereitet. Denn Umfragen in allen Ländern, die stark von (illegaler) Zuwanderung betroffen sind, zeigen: Sie findet gegen den Willen der Mehrheit statt. Rechte Parteien, die dieses Problem adressieren, erhalten in ganz Europa Zulauf.
Im Februar meldete NIUS, einer Allensbach-Umfrage zufolge fände die Mehrheit der Deutschen, dass zu viele Ausländer im Land leben. Sogar mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Bürger sagen, dass zu viele Asylmigranten in Deutschland lebten. 63 Prozent der Befragten machen sich große Sorgen, dass Gewalt und Kriminalität zunehmen.
60 Prozent der Franzosen macht die Migration Sorgen
Mit diesen Sorgen sind die Deutschen nicht allein. Erst kürzlich ergab eine Umfrage, dass eine Mehrheit der Franzosen glaubt, dass ihr Land durch Migration tiefgreifend verändert wird und gewissermaßen einen „großen Austausch“ erlebt – eine demografische Entwicklung, die mit nicht-europäischer Einwanderung in Verbindung gebracht wird. Laut Daten des CSA-Instituts äußerten 60 Prozent der Befragten Besorgnis über eine bedeutende Veränderung der Bevölkerungsstruktur Frankreichs.

Eine Mehrheit der Franzosen sieht die Veränderung des Landes durch Migration negativ.
Bemerkenswert: Sorgen über Ausmaß und Tempo der Nicht-EU-Einwanderung sind weitgehend über Generationen und politische Lager hinweg ähnlich – sogar ein bemerkenswerter Anteil politisch links stehender Personen äußerte entsprechende Befürchtungen. Eine Mehrheit der Befragten gab an, dass es ihrer Meinung nach derzeit zu viele Einwanderer in Frankreich gebe. Sie kommen vor allem aus dem Maghreb (Nordafrika), Subsahara-Afrika und dem Nahen Osten.
In Großbritannien ist es nicht anders. Im Februar war zu lesen, dass laut einer Ipsos-Umfrage zwei Drittel der Briten glauben, dass die Gesamtzahl der Menschen, die ins Vereinigte Königreich kommen, zu hoch ist. Während arbeits- und studienbezogene Zuwanderung etwas weniger Anlass zur Sorge gibt, ist es vor allem die Zahl der Asylsuchenden, der die einheimische Bevölkerung mit Skepsis oder sogar Angst begegnet. Etwa ein Drittel (33 Prozent) erkennt die positiven kulturellen Beiträge von Einwanderern an, doch mehr als die Hälfte ist der Ansicht, dass Einwanderung negative Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Wohnraum (61 Prozent) und die Kriminalitätsrate (54 Prozent) gehabt hat.

Massendemonstration britischer Patrioten in London.
Als Hauptursachen werden schwache Grenzkontrollen und der Zugang zu Sozialleistungen gesehen. Mindestens die Hälfte hat kein Vertrauen darin, dass irgendeine der großen politischen Parteien insgesamt die richtige Einwanderungspolitik verfolgt. Reform UK, die Partei von Nigel Farage, genießt weiterhin das größte Vertrauen, eine härtere Linie gegenüber illegaler Einwanderung umzusetzen. Auch die Bewegung „Restore Britain“ zeigt sich dezidiert migrationskritisch, ihr führender Kopf, Rupert Lowe, sprach davon, „Hunderttausende abschieben“ zu wollen. Die Briten nennen Einwanderung auch häufiger als die Bürger jedes anderen Landes der Welt als wichtigstes nationales Problem. Im Jahr 2025 bezeichneten etwas mehr als ein Fünftel der Briten (21 Prozent) Einwanderung als ihr größtes Anliegen, statistisch gleichauf mit wirtschaftlichen Problemen (23 Prozent).
Europäer glauben, dass Migranten nicht ihre Werte teilen
Die Gründe sind für die Menschen überall die gleichen: die überforderten Sozialsysteme der Aufnahmeländer, die Kriminalitätsraten der Zuwanderer, die aus der schieren Zahl resultierende Wohnungsnot, steigende Terrorgefahr, kulturelle Überfremdung, mangelnder Integrationswille. Zwar glauben nur wenige Europäer, dass illegale Migranten die gleichen Werte wie die einheimische Bevölkerung teilen oder sich erfolgreich integrieren, doch ähnliche Einschätzungen werden auch gegenüber legalen Migranten geäußert, die oft als nicht wertekompatibel wahrgenommen werden.
Das Thema Einwanderung dominiert auch die niederländische Politik und treibt die Zustimmung für rechte Parteien im Wahlzyklus 2025 an, da mehr als zwei Drittel der Bevölkerung strengere Einwanderungsmaßnahmen befürworten. Eine Umfrage von „Hart van Nederland“ zeigt, dass 70 Prozent strengere Maßnahmen und „Remigration“ befürworten.

Illegale Migranten auf der italienischen Insel Lampedusa, 2024
Ein Bericht aus dem Jahr 2024 hob hervor, dass sich 57,4 Prozent der Italiener durch fremde Gewohnheiten und Regeln bedroht fühlen, die im Widerspruch zum italienischen Lebensstil stehen, insbesondere im öffentlichen Raum.
Und aktuell, im April 2026, ergaben Umfragen in Schweden, dass 42 Prozent der Befragten dafür waren, dass Schweden mehr Ausländer ausweist. Die ablehnende Haltung gegenüber Einwanderung ist so heftig, dass Ministerpräsident Ulf Kristersson die Möglichkeit in Betracht zieht, die explizit einwanderungskritischen Schwedendemokraten nach den Wahlen am 13. September 2026 in eine Mehrheitsregierung aufzunehmen. Insgesamt zeigt sich in ganz Skandinavien eine starke Tendenz zu strengeren Grenzkontrollen, Assimilation und einer restriktiven Einwanderungspolitik.
Satte Mehrheiten gegen illegale Einwanderung
Am breitesten angelegt war eine Umfrage von YouGov im November/Dezember 2025. Sie zeigt in mehreren Ländern (in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Dänemark, Polen und Großbritannien) klare Mehrheiten für eine starke Reduzierung der nicht-westlichen Zuwanderung.

YouGov-Umfrage: Illegale Migranten, die Versorgung suchen, werden am stärksten abgelehnt.
Etwa die Hälfte in jedem untersuchten Land (45–53 Prozent) unterstützt ein Szenario, in dem keine neuen Migranten aufgenommen werden und viele kürzlich Eingewanderte das Land verlassen müssen. Befürworter von Abschiebungen in Europa wollen überwiegend Migranten abschieben, die „gegen Regeln verstoßen“ haben – wohlgemerkt: nicht alle Migranten.
Obwohl die Studie zeigt, dass die Einstellungen gegenüber „legalen“ Zuwanderergruppen deutlich weniger negativ sind, ergibt sich dennoch: Wenn zwischen legaler und illegaler Migration unterschieden wird, sind viele Europäer weiterhin der Meinung, dass auch Arbeitsmigration in ihrem Land zu hoch gewesen sei. Was illegale Migration betrifft, fällt das Ergebnis noch eindeutiger aus: In allen Ländern hält die Mehrheit (68–81 Prozent) ihr Niveau für zu hoch.
Darüber hinaus waren Mehrheiten von 53 bis 57 Prozent in Frankreich, Italien und Deutschland sowie 47 Prozent der Polen der Ansicht, dass selbst legale Migranten nicht „die gleichen Werte“ teilten. Zwischen 49 Prozent und 57 Prozent der Franzosen, Italiener und Deutschen sagten außerdem, legale Migranten integrierten sich nicht gut.

Protestkundgebung migrationskritischer Italiener
Migrationskritische Parteien werden immer stärker
Am wenigsten Ablehnung erfahren Migranten, die arbeiten, vor allem in qualifizierten Berufen, vom Handwerker bis zum Arzt. Hingegen sind Europäer vor allem gegen die Zuwanderung von Leuten, die von Pullfaktoren wie den Segnungen der Sozialsysteme angezogen werden und dazu das Asylrecht missbrauchen. Am negativsten äußerten sich Franzosen und Deutsche: 38 Prozent bzw. 39 Prozent meinten, selbst legale Migration sei eher schlecht gewesen, gegenüber 22 Prozent bzw. 24 Prozent, die das Gegenteil sagten.
In Frankreich, Italien und Deutschland meint die Mehrheit (53–57 Prozent), dass legale Migranten nicht die gleichen Werte teilen; in Polen sehen das 47 Prozent so (gegenüber 25 Prozent, die widersprechen).
Das europaweite Bild ist eindeutig: Eine Mehrheit der Europäer lehnt die ihnen von der Politik aufgezwungene Massenmigration, vor allem die illegale, ab. Parteien, die diese Tatsache ignorieren, auch die konservativen, stürzen ab, neue bilden sich und sind oft stärkste politische Kraft: die AfD in Deutschland, die Fratelli d’Italia in Italien, der Rassemblement National in Frankreich, Reform UK in Großbritannien, die FPÖ in Österreich, die PVV in den Niederlanden. In Ländern wie Polen, Tschechien, der Slowakei oder Ungarn tragen die regierenden Parteien schon lange der Ablehnung der Massenmigration aus islamischen Ländern Rechnung.
In einer Frage wie der Migration, die das Potenzial hat, ganze Gesellschaften dauerhaft umzuformen, können sich die etablierten Parteien Europas nicht länger leisten, den Willen der Mehrheit zu missachten und es bei Ankündigungen zu belassen, die dann doch nicht umgesetzt werden. Und auf Dauer wird sie auch keinen Erfolg damit haben, Kritiker mit dem Vorwurf des Rechtsextremismus oder Rassismus zum Schweigen zu bringen.
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