„Mediazid, wenn wir die Situation so laufen lassen“: Weimer attackiert erneut US-Techkonzerne
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Wolfram Weimer spricht beim Medientag Mitteldeutschland von einem drohenden „Mediazid“, der vor allem „alte und klassische Medien“ betreffe. Hierfür verantwortlich wäre „Big Tech“. Google und Co. wären „so erfolgreich“, dass sie zum „Problem“ würden. Auch auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt kommt er zu sprechen.
„Alte und klassische Medien“, so Wolfram Weimer, befänden sich in einer „existenzbedrohenden Situation“. Den Begriff, den er hierfür für sinnvoll erachte, wäre der des „Mediazid“. Abgeleitet von Genozid (Völkermord) meint er damit „das Sterben der Medien durch einen Achsenbruch“.
Hiergegen müsse man vorgehen, so Weimer, zum Beispiel durch die Digitalabgabe, aber auch eine Stärkung des Urheberrechts und Regulatorien „für Klassiker“.
Besonders ins Visier nimmt Wolfram Weimer wieder einmal „Big Tech“ und die amerikanischen Digitalunternehmen. Der Kulturstaatsminister erklärt, wir wären in Deutschland von Google abgehängt. Das Problem wäre nicht „Google an sich“, sondern dass Google „so erfolgreich“ wäre, „dass es unser gesamtes Freiheitssystem zu ersticken droht“. Das müsse man „ändern“.
Sehen Sie hier Ausschnitte aus Weimers Rede beim Medientag Mitteldeutschland:
„Wollen wir eine Demokratie von aus Amerika gesteuerten Massen-Gatekeepern?“
Weimer erklärt, es ginge „um die Zukunft der Demokratie“ und welche „Form der Demokratie“ wir haben wollten: „Wollen wir eine Echokammer-Demokratie von gesteuerten, von Amerika aus kontrollierten Massen-Gatekeepern weniger Milliardäre? Oder wollen wir unser breites, vielfältiges, offenes System erhalten?“
Weimer kommt schließlich auch auf die anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu sprechen. „Das sind nicht irgendwelche Wahlen, das könnte zu einem defining Moment der Republik und unseres Mediensystems werden. Und da ist es wichtig, dass wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verteidigen. Dass wir auch gemeinsam schauen, dass die Demokratie nicht von anderer Seite eine Schlagseite bekommt. Und wir aufwachen in einem Land, das wir nicht wollen.“
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