Islam-Lobbyistin arbeitet für Linkspartei
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In einem 2016 veröffentlichten Manifest mit dem Titel „Mit Islamisten reden!“ beschreibt die Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek Islamisten als wichtige Verbündete in der Mobilisierung der „marginalisierten unteren Mittelschichten“. Zudem ordnet sie die radikalislamistische und arabische „Muslimbruderschaft“ als Verteidigerin der Rede- und Glaubensfreiheit in Ägypten, Syrien und Jordanien ein. Die Ablehnung des „Raubtierkapitalismus“ hätten Islamisten Reichinnek zufolge mit westlichen Antikapitalisten gemein. Zugleich würden sie für eine gerechte Verteilung des Reichtums eintreten. Als die Veröffentlichung im vergangenen Jahr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rückte, entbrannte eine mediale Diskussion auf verschiedenen Plattformen über diese Aussagen.
Nun zeigt der Journalist Sandro Serafin in einer am Mittwoch in der Wochenzeitung Junge Freiheit veröffentlichten Recherche: Die Vorsitzende der Linken im Bundestag steht Islamisten und der Muslimbruderschaft offenbar nicht nur politisch keineswegs fern, die Muslimbruderschaft könnte sogar einen direkten Einfluss auf die Linksfraktion im Bundestag haben.

Findet, dass man mit „Islamisten reden“ müsse: Die Linke Parteivorsitzende Heidi Reichinnek.
„Anti-Islamophobie-Beauftragte“ mischt in Linker Bundestagsfraktion mit
Seit November 2025 arbeitet Sukayna El-Zayat als „Policy Advisor Foreign Affairs“, also als Beraterin für auswärtige Angelegenheiten, für die Linkenfraktion im Bundestag. Was auf den ersten Blick unkritisch erscheinen mag, wirft bei genauerer Betrachtung ihres Lebenslaufs Fragen auf: Die Muslima bewegte sich mindestens in der Vergangenheit in „Netzwerken des politischen Islams“ und ist laut ihrem LinkedIn-Profil ehrenamtlich als „Anti-Islamophobia Officer“, also „Anti-Islamophobie-Beauftragte“, bei der Organisation „Forum of European Muslim Youth and Student Organizations“, kurz: FEMYSO, tätig.

In einem Imagevideo stellt sich die „Forum of European Muslim Youth and Student Organizations“ mit dem Slogan „we are diverse“, zu deutsch „wir sind divers“ dar. Die Organisation wird von Beobachtern jedoch dem Spektrum des legalistischen Islams zugerechnet.

Auf Facebook zeigte der ehemalige „Islamic Relief“-Vorstandsvorsitzende, Almoutaz Tayara, Solidarität mit den Qassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der palästinensischen Terrororganisation Hamas.
Rosa-Luxemburg-Stiftung bietet Islam-Lobbyismus eine Bühne

Auf Social-Media bewarb die Rosa-Luxemburg-Stiftung mehrere Veranstaltungen mit El-Zayat.
Politischer Islam als Familienangelegenheit?
Obwohl Sukayna El-Zayat für die Linksfraktion im Bundestag arbeitet und ihre Beschäftigung auf LinkedIn als „Vollzeit“ angibt, hält sich die Lobbyistin öffentlich auffallend bedeckt. Bilder oder Kontaktdaten von ihr im Netz zu finden, ist nahezu unmöglich, die im Internet auffindbare Telefonnummer und E-Mail-Adresse funktionieren offenbar nicht mehr.
Dennoch gelang der Jungen Freiheit eine interessante Entdeckung: Die Muslim-Aktivistin teilt ihren Nachnamen mit dem ersten Präsidenten des „Forum of European Muslim Youth and Student Organizations“, Ibrahim El-Zayat. Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion aus dem Jahr 2022 geht hervor, dass Ibrahim El-Zayat „fest in den Strukturen“ der Muslimbruderschaft verankert sei.
Ob Sukayna El-Zayat und Ibrahim El-Zayat miteinander verwand sind, konnte nicht abschließend bestätigt werden, eine solche Verbindung würde jedoch erklären, weshalb Sukayna El-Zayat so derart bedeckt bleibt.
Neben dem gemeinsamen Namen sieht die angegebene Recherche jedoch noch ein weiteres Indiz für eine persönliche Nähe der beiden Akteure: Einen Auszug aus dem Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn. Dieser zeigt, dass eine Sukayna El-Zayat als Kassenwartin im „Muslimische Gemeinde Bornheim und Umgebung e.V.“ fungiert.

Diese Grafik der jungen Freiheit stellt dar, wie stark die Verbindungen der Islamlobbyistin und linken Beraterin Sukayna El-Zayat zu Akteuren im Umfeld des politischen Islams sind.
Die Vorsitzende des Vereins wiederum ist Sabiha El-Zayat-Erbakan, die Anfang April verstorbene Ehefrau Ibrahim El-Zayats sowie Schwester von Mehmet Sabri Erbakan und Nichte von Necmettin Erbakan.
Mehmet Sabri Erbakan war von 2001 bis 2002 Vorsitzender und über viele Jahre Generalsekretär der „Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş“, die von mehreren Experten in Deutschland als islamistisch eingestuft wird.
Laut dem Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen verfolgt die Organisation das Ziel, die Vorherrschaft der „westlichen Zivilisation“ durch „islamische Zivilisation“ abzulösen. Necmettin Erbakan widerum war einst türkischer Ministerpräsident, Vorkämpfer des türkischen Islamismus und Mentor Recep Tayyip Erdoğans.
Ob es sich bei der Sukayna El-Zayat aus dem Umfeld der „Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş“ um dieselbe Person handelt, die heute für die Linksfraktion im Bundestag tätig ist, bleibt unklar.
Auch eine NIUS-Anfrage an die Fraktion der Linken im Bundestag zur Zusammenarbeit mit El-Zayat sowie zur Vereinbarkeit linker Werte wie Feminismus und Gleichberechtigung mit der gleichzeitigen Zusammenarbeit mit einer Person, die Verbindungen zum „Forum of European Muslim Youth and Student Organizations“ aufweist, blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.
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